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<title>Pergamonaltar</title>
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<h1 id="firstHeading" class="firstHeading mw-first-heading"><span class="mw-page-title-main">Pergamonaltar</span></h1>
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<div id="mw-content-text" class="mw-body-content mw-content-ltr" lang="de" dir="ltr"><div class="mw-content-ltr mw-parser-output" lang="de" dir="ltr">
<p>Der <b>Pergamonaltar</b> ist ein monumentaler <a href="Altar" title="Altar">Altar</a>, der unter König <a href="Eumenes_II." title="Eumenes II.">Eumenes II.</a> in der ersten Hälfte des 2. Jahrhunderts v. Chr. auf dem <a href="Akropolis" title="Akropolis">Burgberg</a> der <a href="Kleinasien" title="Kleinasien">kleinasiatischen</a> Stadt <a href="Pergamon" title="Pergamon">Pergamon</a> errichtet wurde. Seine <a href="Rekonstruktion" title="Rekonstruktion">Teilrekonstruktion</a> mit den originalen <a href="Fries" title="Fries">Friesen</a> befindet sich im <a href="Berlin" title="Berlin">Berliner</a> <a href="Pergamonmuseum" title="Pergamonmuseum">Pergamonmuseum</a>.
</p><p>Der Altar war 35,64 Meter breit und 33,40 Meter tief. Die von Westen auf den Altar führende Freitreppe hatte eine Breite von fast 20 Metern. Es handelt sich um eines der bedeutendsten erhaltenen Kunstwerke des <a href="Hellenismus" title="Hellenismus">Hellenismus</a>, wenn nicht der griechischen Antike insgesamt: Den Sockel schmückte ein <a href="Hochrelief" class="mw-redirect" title="Hochrelief">Hochrelief</a>, das den Kampf der <a href="Gigant_(Mythologie)" title="Gigant (Mythologie)">Giganten</a> gegen die griechischen Götter darstellte. Ein zweiter Fries an den Hofwänden des Pergamonaltars erzählt in einem Zyklus aufeinanderfolgender Reliefbilder die Legende von <a href="Telephos" title="Telephos">Telephos</a>. Telephos, ein Sohn des Helden <a href="Herakles" title="Herakles">Herakles</a> und der <a href="Tegea" title="Tegea">tegeatischen</a> Königstochter <a href="Auge_(Tochter_des_Aleos)" title="Auge (Tochter des Aleos)">Auge</a>, galt als <a href="Oikistes" title="Oikistes">mythischer Gründer</a> Pergamons.
</p><p>1878 begann der deutsche Ingenieur <a href="Carl_Humann" title="Carl Humann">Carl Humann</a> auf dem Burgberg von Pergamon mit offiziellen Ausgrabungen, die 1886 ihren vorläufigen Abschluss fanden. Das Hauptziel der Ausgrabungen war es, die Altarfriese wiederzugewinnen und das Fundament des Altars freizulegen. Später wurden weitere Baukomplexe der pergamenischen Akropolis freigelegt. In Verhandlungen mit der beteiligten türkischen Regierung konnte vereinbart werden, dass alle damals gefundenen Fragmente der Altarfriese den Berliner Museen zugesprochen wurden.
</p><p>In Berlin setzten italienische Restauratoren die Platten der Friese aus tausenden Fragmenten wieder zusammen. Um die Friese zusammenhängend ausstellen zu können, wurde auf der <a href="Museumsinsel_(Berlin)" title="Museumsinsel (Berlin)">Museumsinsel</a> eigens ein Museum errichtet. Der erste Bau von 1901 wurde 1909 zugunsten eines größeren, 1930 vollendeten Neubaus abgerissen. Nach den dort ausgestellten Friesen und einer Rekonstruktion der Westfront des Pergamonaltars erhielt dieser Museumsneubau von den Berlinern den Namen Pergamonmuseum. Der Pergamonaltar ist heute das bekannteste Ausstellungsstück der <a href="Antikensammlung_Berlin" title="Antikensammlung Berlin">Antikensammlung</a> auf der Museumsinsel.
</p><p>Der Saal mit dem Pergamonaltar ist seit 2014 wegen umfangreicher Renovierungsarbeiten voraussichtlich bis mindestens 2027 geschlossen.<sup>[veraltet]</sup><sup id="cite_ref-1" class="reference"><a href="#cite_note-1"><span class="cite-bracket">[</span>1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Der_Altar_in_der_Antike">Der Altar in der Antike</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Historischer_Hintergrund">Historischer Hintergrund</h3></div>
<p>Das zu Beginn des 3. Jahrhunderts v. Chr. gegründete Pergamenische Reich war unter dem Gründer <a href="Philetairos_(Pergamon)" title="Philetairos (Pergamon)">Philetairos</a> und dessen Nachfolger <a href="Eumenes_I." title="Eumenes I.">Eumenes I.</a> zunächst ein Teilgebiet des <a href="Seleukidenreich" title="Seleukidenreich">seleukidischen Reiches</a>. Erst <a href="Attalos_I." title="Attalos I.">Attalos I.</a>, Nachfolger des Eumenes I., ging den Schritt der völligen Selbstständigkeit und <a href="Proklamation" title="Proklamation">proklamierte</a> sich nach dem Sieg über die <a href="Kelten" title="Kelten">keltischen</a> <a href="Galater" title="Galater">Galater</a> 238 v. Chr. zum König. Der Sieg über die Galater, die das pergamenische Reich bedrohten, festigte ihn in seiner Macht, die er nun zu konsolidieren versuchte. Durch Eroberungen in <a href="Kleinasien" title="Kleinasien">Kleinasien</a> auf Kosten der geschwächten Seleukiden konnte er sein Reich kurzzeitig vergrößern. Auch ein Gegenschlag der Seleukiden unter <a href="Antiochos_III." title="Antiochos III.">Antiochos III.</a>, der bis vor die Tore Pergamons führte, konnte die pergamenische Selbstständigkeit nicht beenden. Da die Seleukiden im Osten wieder erstarkten, wandte sich Attalos nach Westen, nach Griechenland, und konnte fast ganz <a href="Eub%C3%B6a" title="Euböa">Euböa</a> einnehmen. Sein Sohn Eumenes II. drängte den Einfluss der Galater weiter zurück. Er regierte zusammen mit seinem Bruder und Mitregenten <a href="Attalos_II." title="Attalos II.">Attalos II.</a>, der ihm auch auf dem Thron nachfolgen sollte. 188 v. Chr. konnte Eumenes II. durch ein Bündnis mit <a href="R%C3%B6misches_Reich" title="Römisches Reich">Rom</a> den <a href="Friede_von_Apameia" title="Friede von Apameia">Frieden von Apameia</a> schließen und somit den Einfluss der Seleukiden in Kleinasien verringern. Die Attaliden waren also eine aufstrebende Macht, die ihre Bedeutung auch nach außen durch die Errichtung repräsentativer Bauten zeigen wollten.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Stiftung,_Datierung_und_Funktion_des_Altars"><span id="Stiftung.2C_Datierung_und_Funktion_des_Altars"></span>Stiftung, Datierung und Funktion des Altars</h3></div>
<p>Wie die meisten jungen Dynastien suchten sich auch die <a href="Attaliden" title="Attaliden">Attaliden</a> durch Stiftungen und monumentale Bauwerke zu legitimieren. Damit kommt der Stiftung und Anlage des Altars auch eine politische Dimension zu.
</p><p>In der Forschung wurde zum Teil noch bis in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts davon ausgegangen, dass der Altar 184 v. Chr. von Eumenes II. nach einem Sieg über die keltischen <a href="Tolistobogier" title="Tolistobogier">Tolistobogier</a> unter deren Führer <a href="Ortiagon" title="Ortiagon">Ortiagon</a> gestiftet wurde.<sup id="cite_ref-2" class="reference"><a href="#cite_note-2"><span class="cite-bracket">[</span>2<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Mittlerweile werden spätere Zeitansätze in Kombination mit archäologischen Befunden und historischen Ereignissen diskutiert. Nicht unbedingt zwingend ist die Verbindung der Altarstiftung mit konkreten militärischen Ereignissen, wie den Siegen der Römer im Bündnis mit Eumenes II. über Antiochos III. im Jahre 188 v. Chr. oder Eumenes’ II. aus eigener Kraft über die Galater im Jahre 166 v. Chr. Untersuchungen des Altarbaues haben ergeben, dass dieser nicht als Siegesdenkmal konzipiert wurde. Die Gestaltung der Siegesdenkmale der Pergamener sind literarisch und in monumentalen Überresten fassbar. Am berühmtesten sind die in römischen Kopien überlieferten Bronzestatuen der „Großen Gallier“, Darstellungen besiegter Kelten nach dem Sieg Attalos’ I. über die Tolistobogier, oder die Reliefs mit Beutewaffen von den Hallenbauten des pergamenischen Atheneheiligtums, einer Weihung Eumenes’ II. an die siegbringende Göttin nach dem Sieg von 188 v. Chr. über die Seleukiden und ihre Verbündeten.
</p><p>Der sogenannte Gigantenfries des Pergamonaltars vermeidet weitgehend Anspielungen auf aktuelle Kriegszüge – abgesehen von dem „Stern der Makedonen“ auf dem Rundschild eines Giganten, der auf dem Fries der Ostseite zu sehen ist, oder einem keltischen Langschild in der Hand eines Gottes im Nordfries. Der Kampf der olympischen Götter, unterstützt durch <a href="Herakles" title="Herakles">Herakles</a>, aber auch die Gestirns- und Tagesgötter aus dem alten Geschlecht der <a href="Titan_(Mythologie)" title="Titan (Mythologie)">Titanen</a>, Kriegs- und Schicksalsmächte, Meerwesen und <a href="Dionysos" title="Dionysos">Dionysos</a> mit seinem Gefolge erscheinen vielmehr als kosmologisches Ereignis von allgemein sittlicher Bedeutung. Er ist vielleicht im Sinne <a href="Stoa" title="Stoa">stoischer Philosophie</a> auslotbar und sicher auch nicht ohne politisches Kalkül konzipiert, wie alle bildkünstlerischen Metaphern, die den Kampf des guten und gerechten Prinzips – die olympischen Götter und ihre Gehilfen – gegen das Böse – die chaotischen Naturkräfte in Gestalt der erdgeborenen Giganten – zum Thema haben. Auch die spärlichen Reste der <a href="Weihinschrift" title="Weihinschrift">Weihinschrift</a> scheinen darauf hinzuweisen, dass der Altar den Göttern für erwiesene „Wohltaten“ gestiftet wurde. Als göttliche Adressaten sind besonders der Göttervater <a href="Zeus" title="Zeus">Zeus</a> und seine Tochter <a href="Athene" title="Athene">Athene</a> zu erwägen, da sie im Gigantenfries an prominenter Stelle dargestellt werden.
Ein wichtiges Kriterium für eine Datierung ist die Einbindung des Altars in den städtebaulichen Kontext. Denn als bedeutendster Marmorbau der hellenistischen Residenz, zudem an markanter Position errichtet, wurde er sicher nicht am Ende der zahlreichen Maßnahmen zur Aufwertung der Bergstadt Pergamon unter Eumenes II. in Angriff genommen.
</p><p>Dass sich konkrete Ereignisse aus den letzten Regierungsjahren Eumenes’ II., die wachsende Distanz zu den Römern und der Sieg über die Kelten von 166 v. Chr. bei <a href="Sardes" title="Sardes">Sardes</a> in den beiden Friesen des Pergamonaltars widerspiegeln, ist eine Vermutung, die aber kaum beweisbar ist und keinen ausreichenden Grund für eine Spätdatierung des Altares bietet.<sup id="cite_ref-Andreae68_3-0" class="reference"><a href="#cite_note-Andreae68-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Der innere Fries, der <i>Telephosfries</i>, zeigt die Legende des Telephos und sollte die Überlegenheit Pergamons gegenüber den Römern versinnbildlichen. So wurde der Gründer Roms, <a href="Romulus_und_Remus" title="Romulus und Remus">Romulus</a>, nur von einer Wölfin, Telephos, auf den sich die Attaliden zurückführten, hingegen von einer Löwin gestillt.<sup id="cite_ref-Andreae68_3-1" class="reference"><a href="#cite_note-Andreae68-3"><span class="cite-bracket">[</span>3<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die Bauzeit des Frieses lässt sich zwischen 170 v. Chr. und wenigstens dem Tod Eumenes II. (159 v. Chr.) ansetzen.
</p><p>Einer der letzten Datierungsvorschläge zur Bauzeit des Altars stammt von <a href="Bernard_Andreae" title="Bernard Andreae">Bernard Andreae</a>.<sup id="cite_ref-4" class="reference"><a href="#cite_note-4"><span class="cite-bracket">[</span>4<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Nach seinen Erkenntnissen wurde der Altar zwischen 166 und 156 v. Chr. als allgemeines Siegesmal der Pergamener und insbesondere von Eumenes II. über die Makedonen, die Gallier und die Seleukiden errichtet und von <a href="Phyromachos" title="Phyromachos">Phyromachos</a>, dem siebten und letzten der sieben größten griechischen Bildhauer neben <a href="Myron_(Bildhauer)" title="Myron (Bildhauer)">Myron</a>, <a href="Phidias" title="Phidias">Phidias</a>, <a href="Polyklet" title="Polyklet">Polyklet</a>, <a href="Skopas" title="Skopas">Skopas</a>, <a href="Praxiteles" title="Praxiteles">Praxiteles</a> und <a href="Lysipp" title="Lysipp">Lysipp</a> entworfen. Im Fundament des Altars wurde eine in das Jahr 172/71 v. Chr. datierbare Tonscherbe gefunden, das Bauwerk muss folglich nach diesem Zeitpunkt errichtet worden sein. Da bis 166 v. Chr. für die Kriege viel Geld aufgebracht werden musste, war die Errichtung des Altars wohl erst nach dem Krieg, also ab 166 v. Chr., möglich.
</p>
<p>Der Große Altar ist entgegen dem allgemeinen Verständnis kein <a href="Griechischer_Tempel" title="Griechischer Tempel">Tempel</a>, sondern wahrscheinlich der Altar für einen Tempel. Es wird vermutet, dass der Athene-Tempel sein kultischer Bezugspunkt war. Möglicherweise diente er nur als Opferort. Dafür sprechen einige Statuenbasen und Weihinschriften im Altarbezirk, deren Stifter Athene nannten. Eine weitere Möglichkeit ist, dass hier Zeus und Athene gleichermaßen verehrt wurden. Möglich ist auch, dass der Altar eine eigenständige Funktion hatte. Anders als Tempel, zu denen immer ein Altar gehörte, gehörte zu einem Altar nicht zwangsläufig ein Tempel. Altäre konnten beispielsweise in kleiner Form in Häusern stehen oder – in selteneren Fällen – wie der Pergamonaltar gigantische Ausmaße haben. Altäre standen im Allgemeinen im Freien vor den Tempeln.<sup id="cite_ref-5" class="reference"><a href="#cite_note-5"><span class="cite-bracket">[</span>5<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Aus den wenigen Resten der Weihinschrift lässt sich heute nicht mehr rekonstruieren, für welche Gottheit der Altar gestiftet wurde.
</p><p>Bis heute konnte sich keine der Theorien grundsätzlich durchsetzen. Das führte dazu, dass ein langjähriger Leiter der Ausgrabungen in Pergamon zum Schluss kam:
</p>
<div class="Vorlage_Zitat" style="margin:1em 40px;">
<div style="margin:1em 0;"><blockquote style="margin:0;">
<p>„Nichts ist in der Forschung unumstritten bei diesem berühmtesten Hauptwerk der Kunst von Pergamon, weder der Bauherr, noch das Datum, noch der Anlaß, noch der Zweck des Baus.“
</p>
</blockquote>
</div><div class="cite" style="margin:-1em 0 1em 1em;">– <style data-mw-deduplicate="TemplateStyles:r261921330">
/* start https://de.wikipedia.org/ */
.mw-parser-output .Person{font-variant:small-caps}
/* end https://de.wikipedia.org/ */
</style><span class="Person h-card">Wolfgang Radt</span><sup id="cite_ref-6" class="reference"><a href="#cite_note-6"><span class="cite-bracket">[</span>6<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></div></div>
<p>Ebenso unklar ist die Form der hier vollzogenen Opfer. Aus den Resten des eigentlichen kleineren Opferaltars im Inneren des großen Altarbaus lässt sich zumindest schließen, dass er eine hufeisenartige Form hatte. Offenbar war es ein Wangenaltar mit einer oder mehreren Stufen. Möglicherweise wurden hier Schenkel von Opfertieren verbrannt. Möglich ist ebenso, dass der Altar nur zur <a href="Trankopfer" title="Trankopfer">Libation</a> – also dem Darbringen von Opfern in Form von Weihrauch, Wein und Früchten – diente.<sup id="cite_ref-7" class="reference"><a href="#cite_note-7"><span class="cite-bracket">[</span>7<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Wahrscheinlich durften nur Priester, Angehörige des Königshauses und hohe auswärtige Gäste den Altar betreten.
</p><p>Schon Attalos I. begann, die <a href="Akropolis" title="Akropolis">Akropolis</a> von Pergamon umzugestalten. Im Laufe der Zeit entstanden so neben der ursprünglichen Burg auf dem Hügelkopf ein Dionysostempel und ein nach Dionysos benanntes Theater, ein <a href="Heroon" title="Heroon">Heroon</a>, die Obere <a href="Agora" title="Agora">Agora</a> der Stadt und eben der heute als Pergamonaltar bekannte <i>Große Altar</i>. Zudem gab es mehrere Paläste und eine <a href="Bibliothek_von_Pergamon" title="Bibliothek von Pergamon">Bibliothek im Atheneheiligtum</a>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Der_Altar_bis_zum_Ende_der_Antike">Der Altar bis zum Ende der Antike</h3></div>
<p>Verschiedentlich wird ein Abschnitt der <a href="Offenbarung_des_Johannes" title="Offenbarung des Johannes">Offenbarung des Johannes</a> auf den Pergamonaltar bezogen.<sup id="cite_ref-8" class="reference"><a href="#cite_note-8"><span class="cite-bracket">[</span>8<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Dort ist von einem „Thron des Satans“ die Rede, der in Pergamon stehe:
</p>
<div class="Vorlage_Zitat" style="margin:1em 40px;">
<div style="margin:1em 0;"><blockquote style="margin:0;">
<p>„An den Engel der Gemeinde in Pergamon schreibe: So spricht Er, der das scharfe, zweischneidige Schwert trägt: Ich weiß, wo du wohnst; es ist dort, wo der Thron des Satans steht. Und doch hältst du an meinem Namen fest und hast den Glauben an mich nicht verleugnet, auch nicht in den Tagen, als <a href="Antipas_von_Pergamon" title="Antipas von Pergamon">Antipas</a>, mein treuer <a href="M%C3%A4rtyrer" title="Märtyrer">Zeuge</a>, bei euch getötet wurde, dort, wo der Satan wohnt.“
</p>
</blockquote>
</div><div class="cite" style="margin:-1em 0 1em 1em;">– <cite style="font-style:normal">Offenbarung 2.12-13</cite></div></div>
<p>Die Form des Altars mit seinen <a href="Risalit" title="Risalit">Risaliten</a> kann in der Tat an einen Thron mit seinen Armstützen denken lassen. Man hat aber auch erwogen, im ‚Thron Satans‘ ein Monument des <a href="Kaiserkult" title="Kaiserkult">Kaiserkults</a> zu erkennen, an dem sich frühe <a href="Christenverfolgung" title="Christenverfolgung">Christenverfolgungen</a> oft entzündeten, doch lässt sich hierüber keine Gewissheit erlangen, zumal der Pergamonaltar in römischer Zeit auch in den Kaiserkult integriert worden sein könnte.
</p><p>Eindeutig in ihrem Bezug ist die Erwähnung des Altars bei einem wenig prominenten römischen Schriftsteller, <a href="Lucius_Ampelius" title="Lucius Ampelius">Lucius Ampelius</a>, der wahrscheinlich im 2. Jahrhundert (vielleicht aber auch erst in der <a href="Sp%C3%A4tantike" title="Spätantike">Spätantike</a>) in seinem <i>liber memorialis</i> („Merkbüchlein“) im Abschnitt über die <a href="Weltwunder" title="Weltwunder">Weltwunder</a>, die <i>miracula mundi</i>, bemerkt:
</p>
<div class="Vorlage_Zitat" style="margin:1em 40px;">
<div style="margin:1em 0;"><blockquote style="margin:0;">
<p>„In Pergamon gibt es einen großen marmornen Altar, 40 Fuß hoch, mit sehr großen Skulpturen. Er enthält auch eine <a href="Gigantomachie" title="Gigantomachie">Gigantomachie</a>.“<sup id="cite_ref-9" class="reference"><a href="#cite_note-9"><span class="cite-bracket">[</span>9<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
</blockquote>
</div></div>
<p>Neben einer Bemerkung des <a href="Pausanias" title="Pausanias">Pausanias</a>,<sup id="cite_ref-10" class="reference"><a href="#cite_note-10"><span class="cite-bracket">[</span>10<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> der in einem Nebensatz die Opfergewohnheiten in <a href="Olympia_(Griechenland)" title="Olympia (Griechenland)">Olympia</a> mit denen in Pergamon vergleicht, sind dies die einzigen schriftlichen Erwähnungen des Altars in der gesamten Antike. Das ist umso verwunderlicher, als bei den Schriftstellern der Antike viel zu derartigen Kunstwerken geschrieben wurde und Ampelius den Altar immerhin zu den Weltwundern zählt. Das Fehlen schriftlicher Quellen zum Altar aus der Antike wird unterschiedlich interpretiert. Eine mögliche Erklärung ist, dass der hellenistische Altar den Römern als unwichtig erschien, da er nicht in der <a href="Griechische_Klassik_(Kunst)" title="Griechische Klassik (Kunst)">klassischen Epoche</a> der griechischen, vor allem attischen, Kunst entstanden war. Nur diese Kunst und die spätere Rückbesinnung auf diese Werte galten als bedeutend und erwähnenswert. Diese Sichtweise wurde ab dem 18. Jahrhundert, vor allem seit dem Wirken <a href="Johann_Joachim_Winckelmann" title="Johann Joachim Winckelmann">Johann Joachim Winckelmanns</a>, insbesondere von deutschen Forschern vertreten.<sup id="cite_ref-11" class="reference"><a href="#cite_note-11"><span class="cite-bracket">[</span>11<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die einzige bildliche Darstellung des Altars stammt von Münzen aus der römischen Kaiserzeit. Sie stellen den Altar in stilisierter Form dar.
</p>
<p>Seit im Verlauf des 20. Jahrhunderts ein Umdenken in der Wahrnehmung und Interpretation antiker Kunstwerke außerhalb der als „klassisch“ angesehenen Zeiträume eingesetzt hat, ist unstrittig, dass der Große Altar von Pergamon eines der bedeutendsten Werke, wenn nicht den Höhepunkt der hellenistischen Kunst darstellt. Die ignorierende Geringschätzung des Altars mutet aus heutiger Sicht seltsam an, stammt doch auch die <a href="Laokoon-Gruppe" title="Laokoon-Gruppe">Laokoon-Gruppe</a> – eine der Skulpturen, die heute zusammen mit wenigen weiteren Kunstwerken als besonders herausragendes Zeugnis der antiken Kunst genannt wird und schon in der Antike als „Meisterwerk aller Kunst“ angesehen wurde<sup id="cite_ref-12" class="reference"><a href="#cite_note-12"><span class="cite-bracket">[</span>12<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> – aus einer pergamenischen Werkstatt, wo sie ungefähr zur Zeit der Entstehung des Altars geschaffen worden sein muss.<sup id="cite_ref-13" class="reference"><a href="#cite_note-13"><span class="cite-bracket">[</span>13<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Auffällig ist dabei, dass der gigantische Gegner der Göttin Athene, <a href="Alkyoneus" title="Alkyoneus">Alkyoneus</a>, in Haltung und Darstellung dem Laokoon sehr ähnelt. Als er gefunden wurde, soll ein Ausruf „Jetzt haben wir auch einen Laokoon!“<sup id="cite_ref-14" class="reference"><a href="#cite_note-14"><span class="cite-bracket">[</span>14<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> zu hören gewesen sein.
</p>
<div style="clear:both;"></div>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Wiederentdeckung_bis_zur_Präsentation_in_Berlin"><span id="Wiederentdeckung_bis_zur_Pr.C3.A4sentation_in_Berlin"></span>Wiederentdeckung bis zur Präsentation in Berlin</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Antike_bis_zu_den_Ausgrabungen_im_19._Jahrhundert">Antike bis zu den Ausgrabungen im 19. Jahrhundert</h3></div>
<p>Spätestens als in der <a href="Sp%C3%A4tantike" title="Spätantike">Spätantike</a> das Christentum die <a href="Heidentum" title="Heidentum">paganen</a> Religionen abgelöst und verdrängt hatte, verlor der Altar seine Funktion. Im siebten Jahrhundert wurde die Akropolis Pergamons zum Schutz vor den Arabern stark befestigt. Dabei wurde unter anderem auch der Pergamonaltar teilweise zerstört, um daraus Material zu gewinnen. Dennoch fiel die Stadt 716 vorübergehend an die Araber und wurde daraufhin als bedeutungslos aufgegeben; erst im 12. Jahrhundert kam es zu einer Wiederbesiedlung. Im 13. Jahrhundert fiel Pergamon an die Türken.<sup id="cite_ref-15" class="reference"><a href="#cite_note-15"><span class="cite-bracket">[</span>15<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Zwischen 1431 und 1444 besuchte der italienische Humanist <a href="Cyriacus_von_Ancona" title="Cyriacus von Ancona">Cyriacus von Ancona</a> Pergamon und berichtete darüber in seinen <i>commentarii</i> (Tagebüchern). 1625 bereiste William Petty, der Kaplan von <a href="Thomas_Howard%2C_21._Earl_of_Arundel" title="Thomas Howard, 21. Earl of Arundel">Thomas Howard, 21. Earl of Arundel</a>, Kleinasien. Auch er besuchte Pergamon und brachte von dort zwei Reliefplatten des Altars mit nach England. Die Stücke gerieten nach der Auflösung der Sammlung des Earls in Vergessenheit und wurden erst in den 1960er Jahren wiederentdeckt. Eines der beiden Fragmente, die Rückansicht eines Giganten, fand man 1962 an der Außenwand eines Wohnhauses im englischen <a href="Worksop" title="Worksop">Worksop</a>,<sup id="cite_ref-16" class="reference"><a href="#cite_note-16"><span class="cite-bracket">[</span>16<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> die zweite Platte, die einen toten Giganten zeigt <i>(Fawley-Court-Gigant)</i>, war in einer neogotischen Ruine in Fawley Court verbaut und wurde 1968 entdeckt.<sup id="cite_ref-17" class="reference"><a href="#cite_note-17"><span class="cite-bracket">[</span>17<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Abgüsse beider Fragmente sind mittlerweile Bestandteil der Berliner Rekonstruktion. Weitere Reisende während des späten 18. und frühen 19. Jahrhunderts, von denen Besuche in Pergamon bekannt sind, waren beispielsweise der französische Diplomat und Altertumsforscher <a href="Marie-Gabriel-Florent-Auguste_de_Choiseul-Gouffier" title="Marie-Gabriel-Florent-Auguste de Choiseul-Gouffier">Comte de Choiseul-Gouffier</a>, der englische Architekt <a href="Charles_Robert_Cockerell" title="Charles Robert Cockerell">Charles Robert Cockerell</a> sowie die beiden Deutschen <a href="Otto_Magnus_von_Stackelberg_(Arch%C3%A4ologe)" title="Otto Magnus von Stackelberg (Archäologe)">Otto Magnus von Stackelberg</a> und <a href="Otto_Friedrich_von_Richter" title="Otto Friedrich von Richter">Otto Friedrich von Richter</a>. Choiseul-Gouffier schlug als erster Ausgrabungen in Pergamon vor, die anderen drei Reisenden fertigten Zeichnungen von der Akropolis der Stadt an.
</p>
<p>1864/65 kam Carl Humann erstmals nach Pergamon. Der deutsche Ingenieur war mit geografischen Untersuchungen beauftragt und besuchte die Stadt in den folgenden Jahren immer wieder. Er setzte sich für den Erhalt der Altertümer auf dem Burgberg ein und versuchte, Partner für eine Ausgrabung zu finden, da er als Privatmann einem solchen Unternehmen nicht gewachsen gewesen wäre. Es fehlten finanzielle und logistische Mittel. Der schnelle Beginn der Grabungsarbeiten war auch deshalb wichtig, weil die damaligen Bewohner Bergamas, wie Pergamon nun hieß, den Altar und die anderen oberirdischen Ruinenstätten als Steinbruch nutzten, Reste der antiken Bebauung plünderten, um neue Gebäude zu errichten, und den Marmor zum Teil zu Kalk brannten. 1871 kamen der Berliner Altphilologe und Archäologe <a href="Ernst_Curtius" title="Ernst Curtius">Ernst Curtius</a> und mehrere andere deutsche Forscher auf Einladung Humanns nach Pergamon. Er veranlasste den Versand einiger Fundstücke, darunter zwei Fragmente des Altars, nach Berlin. Die Altarreliefs beschrieb er als „Schlacht mit Männern, Rossen, wilden Thieren“.<sup id="cite_ref-18" class="reference"><a href="#cite_note-18"><span class="cite-bracket">[</span>18<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Zunächst wurden die Stücke zwar ausgestellt, fanden aber nur wenig Beachtung. Erst der 1877 zum Direktor der Skulpturensammlung der Königlichen Museen in Berlin berufene <a href="Alexander_Conze" title="Alexander Conze">Alexander Conze</a> brachte die Stücke mit der Überlieferung bei Ampelius zusammen und erkannte ihre Bedeutung. Es traf sich gut, dass die deutsche Regierung nach der <a href="Deutsche_Reichsgr%C3%BCndung" title="Deutsche Reichsgründung">Reichsgründung</a> 1871 bestrebt war, mit den anderen Großmächten auch kulturell mitzuhalten:
</p>
<div class="Vorlage_Zitat" style="margin:1em 40px;">
<div style="margin:1em 0;"><blockquote style="margin:0;">
<p>„Von besonderer Bedeutung ist es, daß die Sammlungen der Museen, welche bisher sehr arm an griechischen Originalwerken waren […] nunmehr in den Besitz eines Werkes griechischer Kunst von der Ausdehnung gelangen, welche etwa nur in der Reihe der attischen und kleinasiatischen Skulpturen des Britischen Museums gleich oder nahe kommen.“<sup id="cite_ref-19" class="reference"><a href="#cite_note-19"><span class="cite-bracket">[</span>19<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
</blockquote>
</div></div>
<p>Umgehend nahm Conze mit Humann Kontakt auf, der zu der Zeit in der Türkei für ein Straßenbauunternehmen tätig war. Nun ging alles schnell. Die deutsche Regierung kümmerte sich um eine Grabungslizenz in der Türkei, und im September 1878 begannen die von Humann und Conze geleiteten Ausgrabungen. Große Teile der Akropolis wurden bis 1886 untersucht und in den folgenden Jahren auch wissenschaftlich aufgearbeitet und publiziert. Durch ein Abkommen<sup id="cite_ref-20" class="reference"><a href="#cite_note-20"><span class="cite-bracket">[</span>20<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> zwischen der osmanischen und der deutschen Regierung kamen die Reliefplatten des Pergamonaltars und einige weitere Stücke ab 1879 nach Berlin und in den Besitz der Antikensammlung. Dabei war man sich auf deutscher Seite sehr wohl bewusst, dass man ein Kunstwerk von seinem angestammten Platz entfernte, und war mit dieser Situation selbst nicht vollständig glücklich:
</p>
<div class="Vorlage_Zitat" style="margin:1em 40px;">
<div style="margin:1em 0;"><blockquote style="margin:0;">
<p>„Wir sind nicht fühllos dagegen gewesen, was es heißt, die Reste eines großen Denkmals seinem Mutterboden zu entreißen zu uns hin, wo wir ihnen das Licht und die Umgebung nie wieder bieten können, in die hinein sie geschaffen wurden, und in denen sie einst voll wirkten. Aber wir haben sie der immer vollständigeren Zerstörung entrissen. Damals war noch kein <a href="Osman_Hamdi_Bey" title="Osman Hamdi Bey">Hamdy Bey</a> in Sicht, den bald warme Freundschaft mit Humann verband, und wir konnten damals noch nicht denken, was mit seiner Hilfe inzwischen möglich geworden ist, daß die am Orte verbleibenden Ruinen vor den Steinräubern der modernen Stadt […] würden beschützt werden können […].“<sup id="cite_ref-21" class="reference"><a href="#cite_note-21"><span class="cite-bracket">[</span>21<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
</blockquote>
</div></div>
<p>Osman Hamdi war 1881 zum ersten Direktor des <i><a href="Arch%C3%A4ologisches_Museum_Istanbul" title="Archäologisches Museum Istanbul">Müze-i Humayun</a></i> ernannt worden. 1884 wurde das osmanische Antikengesetz geändert, um die Ausfuhr von neu gefundenen archäologischen Objekten zu verhindern. Diese Neuregelung betraf auch das deutsche Interesse am Pergamonaltar. Doch anstelle nun die Funde mit dem neuen Museum in Konstantinopel zu teilen, gingen die Deutschen eine Tauschaktion ein und versammelten sämtliche Stücke des Reliefs in Berlin.<sup id="cite_ref-22" class="reference"><a href="#cite_note-22"><span class="cite-bracket">[</span>22<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Der_Pergamonaltar_in_Berlin">Der Pergamonaltar in Berlin</h3></div>
<p>Zunächst konnten die Stücke nicht in einem angemessenen Ausstellungsrahmen präsentiert werden, sie wurden im überfüllten Alten Museum gezeigt, wobei vor allem der Telephosfries nicht angemessen ausgestellt werden konnte (die einzelnen Platten wurden gegenüber dem Altar nur an die Wand gelehnt). Deshalb wurde eigens ein neues Museum errichtet. Ein erstes „Pergamonmuseum“ wurde 1897 bis 1899 von <a href="Fritz_Wolff_(Architekt)" title="Fritz Wolff (Architekt)">Fritz Wolff</a> erbaut und 1901 mit der Enthüllung eines Bildnisses Carl Humanns von <a href="Adolf_Br%C3%BCtt" title="Adolf Brütt">Adolf Brütt</a> eröffnet. Es war bis 1908 in Benutzung, wurde jedoch nur als Interimslösung angesehen und deshalb auch nur „Interimsbau“ genannt. Ursprünglich waren vier archäologische Museen, darunter ein eigenes Pergamonmuseum, geplant gewesen; doch musste das erste Museum wegen Fundamentschäden abgerissen werden. Es war ursprünglich auch nur für die Funde vorgesehen, die nicht in den anderen drei archäologischen Museen präsentiert werden konnten, und somit von vornherein zu klein für den Altar. Nach Abriss des Museums wurde der Telephosfries mit anderen Antiken in den <a href="Kolonnade" title="Kolonnade">Kolonnaden</a> an der Ostseite des Neuen Museums eingemauert, jedoch wurden Fenster zur Betrachtung der Kunstwerke offen gelassen.
</p><p>Der Neubau von <a href="Alfred_Messel" title="Alfred Messel">Alfred Messel</a> wurde bis 1930 errichtet. Dieses neue Pergamonmuseum präsentierte den Altar in etwa so, wie er auch heute noch ausgestellt wird. Im zentralen Saal des Museums erfolgte eine Teilrekonstruktion und an den umgebenden Wänden wurde der restliche Fries angebracht. Der Telephosfries ist wie im Originalbau über die Freitreppe zu erreichen, er ist jedoch in einer verkürzten Form wiedergegeben. Es ist bis heute unklar, warum beim Bau und der Altarrekonstruktion darauf verzichtet wurde, den Altar komplett zu rekonstruieren. <a href="Theodor_Wiegand" title="Theodor Wiegand">Theodor Wiegand</a>, zu dieser Zeit Museumsdirektor, orientierte sich in seiner Ausstellungskonzeption an den Vorstellungen <a href="Wilhelm_von_Bode" title="Wilhelm von Bode">Wilhelm von Bodes</a>, dem ein großes „Deutsches Museum“ im Stile des <a href="British_Museum" title="British Museum">British Museums</a> vorschwebte. Dabei war offenbar kein Gesamtkonzept vorhanden und die Präsentation des Altars musste beim Konzept eines großen Architekturmuseums, das exemplarisch Beispiele aller altorientalischen und mediterranen Kulturen versammelte, zurückstehen. Bis zum Kriegsende wurde nur der Ostteil des Museums mit den drei großen Architektursälen „Pergamonmuseum“ genannt.<sup id="cite_ref-23" class="reference"><a href="#cite_note-23"><span class="cite-bracket">[</span>23<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<p>1939 wurde das Museum kriegsbedingt geschlossen, zwei Jahre später wurden die Reliefs abgenommen und ausgelagert. Bei Kriegsende gelangten die Altarteile, die im Bunker am Berliner Zoo gelagert waren, in die Hände der <a href="Rote_Armee" title="Rote Armee">Roten Armee</a> und wurden als <a href="Beutekunst_(Zweiter_Weltkrieg)" title="Beutekunst (Zweiter Weltkrieg)">Beutekunst</a> in die Sowjetunion verbracht. Dort wurden sie bis 1958 in den Magazinen der <a href="Eremitage_(Sankt_Petersburg)" title="Eremitage (Sankt Petersburg)">Eremitage</a> in <a href="Sankt_Petersburg" title="Sankt Petersburg">Leningrad</a> gelagert. 1959 wurde ein großer Teil der Sammlung an die DDR zurückgegeben, darunter auch die Altarreste. Unter der Leitung des Museumsdirektors <a href="Carl_Bl%C3%BCmel_(Arch%C3%A4ologe)" title="Carl Blümel (Archäologe)">Carl Blümel</a> wurde nur der Altar wieder so präsentiert wie vor dem Krieg. Die anderen Antiken wurden, da das Alte Museum zerstört war, neu geordnet. Im Oktober desselben Jahres wurde das Museum wieder eröffnet. 1982 wurde ein neuer Eingangsbereich geschaffen, der nun einen Museumsbesuch mit dem Pergamonaltar beginnen ließ. Zuvor befand sich der Eingang im Westflügel des Gebäudes, so dass Besucher durch das Vorderasiatische Museum zum Pergamonaltar gelangten. 1990 kamen neun Köpfe des Telephosfrieses ins Pergamonmuseum zurück, die kriegsbedingt in den Westteil Berlins verbracht worden waren.
</p><p>Diese kriegsbedingten Ereignisse hatten nachteilige Auswirkungen auf die Altar- und Friesreste. Es stellte sich zudem heraus, dass die früheren Restaurierungen selbst Probleme verursacht hatten: Bügel und Klammern, die einzelne Fragmente miteinander verbanden und auch als Verankerungen der Friese und Skulpturteile in der Wand dienten, waren aus Eisen, das zu rosten begonnen hatte. Der Rost breitete sich aus und drohte, den Marmor von innen zu sprengen. Eine Restaurierung wurde nach 1990 unumgänglich. Von 1994 bis 1996 wurde der Telephosfries aufgearbeitet,<sup id="cite_ref-24" class="reference"><a href="#cite_note-24"><span class="cite-bracket">[</span>24<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> der in den 1980er Jahren teilweise nicht zugänglich war. Dem schloss sich die Restaurierung der Gigantomachie unter der Leitung von <a href="Silvano_Bertolin" title="Silvano Bertolin">Silvano Bertolin</a> an. Zunächst wurde der Westteil, anschließend Nord- und Südteil und zuletzt der Ostfries restauriert. Die Restaurierung kostete mehr als drei Millionen <a href="Euro" title="Euro">Euro</a>.<sup id="cite_ref-25" class="reference"><a href="#cite_note-25"><span class="cite-bracket">[</span>25<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Am 10. Juni 2004 wurde der komplett restaurierte Fries der Öffentlichkeit übergeben. Somit befindet sich der Pergamonaltar derzeit in einer nach aktuellen wissenschaftlichen Erkenntnissen gestalteten Form.
</p>
<p>1998 und erneut 2001 forderte der türkische Kulturminister <a href="%C4%B0stemihan_Talay" title="İstemihan Talay">İstemihan Talay</a> die Rückgabe des Altars und anderer <a href="Artefakt_(Arch%C3%A4ologie)" title="Artefakt (Archäologie)">Artefakte</a>. Allerdings hatte die Forderung keinen offiziellen Charakter und wäre nach heutigem Ermessen auch nicht durchsetzbar.<sup id="cite_ref-26" class="reference"><a href="#cite_note-26"><span class="cite-bracket">[</span>26<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Generell schließen die Staatlichen Museen Berlin wie andere Museen in Europa und Amerika mögliche Rückgaben antiker Kunstwerke bis auf wenige Ausnahmen aus.<sup id="cite_ref-27" class="reference"><a href="#cite_note-27"><span class="cite-bracket">[</span>27<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Am ursprünglichen Platz finden sich heute noch der Großteil des Fundaments und einige weitere Reste wie Mauerwerk. Zudem befinden sich in der Türkei auch einige kleinere Friesteile, die erst später gefunden wurden.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Architektur_des_Altars">Architektur des Altars</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Lage_im_antiken_Stadtraum">Lage im antiken Stadtraum</h3></div>
<p>Für die Errichtung des Großen Altars wurde der vorgesehene Platz nach Abriss der älteren Bebauung planiert und die für den Altar bestimmte Terrasse erweitert. Zur besseren Nutzbarkeit wurden mehrere Terrassen angelegt. Wie für ein griechisches Heiligtum üblich, wurde ein in sich geschlossener Bereich geschaffen. Der Weg von der pergamenischen Unterstadt zur Oberstadt führte direkt am heiligen Altarbezirk vorbei, zu dem an der Ostseite ein Zugang bestand. Betrat ein Besucher den Bezirk, sah er in der Antike als erstes die Ostseite des großen Altars, auf der die griechischen Hauptgötter abgebildet waren, und hier zunächst die rechte Seite des Ostfrieses, wo die Götter <a href="Hera" title="Hera">Hera</a>, Herakles, Zeus, Athene und <a href="Ares" title="Ares">Ares</a> kämpften<sup id="cite_ref-:1_28-0" class="reference"><a href="#cite_note-:1-28"><span class="cite-bracket">[</span>28<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>. Doch der Blick des Besuchers reichte auch darüber hinaus. Im Hintergrund befand sich nicht nur die Wand einer weiteren Terrasse, an der vermutlich viele Statuen standen; der Betrachter sah auch auf den schon 150 Jahre früher errichteten, schlichten <a href="Dorische_Ordnung" title="Dorische Ordnung">dorischen</a> Athenatempel, der eine Terrasse höher stand. Die Westseite des Altars mit seiner Freitreppe lag trotz des Höhenunterschiedes in derselben Flucht wie der Athena-Tempel. Die Anlage des Altars wurde bei der Umgestaltung der Akropolis also direkt nach der des Athene-Tempel ausgerichtet. Es war wohl so, dass der Altar im direkten Zusammenhang der Umgestaltung des Tempels als Hauptneuanlage und Hauptweihegabe an die Götter entstanden ist.<sup id="cite_ref-29" class="reference"><a href="#cite_note-29"><span class="cite-bracket">[</span>29<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> In seiner freien Anlage war der Altar so konzipiert, dass Besucher ihn umschreiten konnten. Dabei ergaben sich zweifelsohne weitere konzeptionelle Blickachsen.<sup id="cite_ref-30" class="reference"><a href="#cite_note-30"><span class="cite-bracket">[</span>30<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Material">Material</h3></div>
<p>Der Fundamentkern besteht aus sich kreuzenden <a href="Tuff" title="Tuff">Tuffmauern</a>, die wie ein Gitterrost angeordnet sind und damit die Erdbebensicherheit erhöhten. Das Fundament ist heute noch erhalten und in Pergamon zu besichtigen. Der obere sichtbare Aufbau, der nur rekonstruiert werden kann, bestand aus einer Sockelzone, einem 2,30 Meter hohen Fries mit <a href="Hochrelief" class="mw-redirect" title="Hochrelief">Hochreliefplatten</a> sowie einem mächtigen, vorkragenden <a href="Gesims" title="Gesims">Gesims</a>. Verwendet wurde hier ein für Pergamon typischer, grau geäderter <a href="Marmor" title="Marmor">Marmor</a> von der Insel <a href="Marmara-Insel" title="Marmara-Insel">Marmara</a>.<sup id="cite_ref-31" class="reference"><a href="#cite_note-31"><span class="cite-bracket">[</span>31<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Neben diesem <a href="Prokonnesischer_Marmor" title="Prokonnesischer Marmor">prokonnesischen Marmor</a>, der im Großen Fries, dem Telephosfries und dem Sockel Verwendung fand, wurde für die Rückseiten der Hallen auch dunkler Marmor mit noch erkennbaren fossilen Einschlüssen (<a href="Megalodonten" title="Megalodonten">Megalodonten</a>) von <a href="Lesbos" title="Lesbos">Lesbos</a>-<a href="Mytilini" title="Mytilini">Moria</a> verbaut. Das dunklere Material steigerte dabei den Effekt, der sich durch den Schattenwurf der tiefen Säulenhallen ergab.<sup id="cite_ref-32" class="reference"><a href="#cite_note-32"><span class="cite-bracket">[</span>28.1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Architektur">Architektur</h3></div>
<p>Der Altar hat eine fast quadratische Form. Er orientiert sich dabei an <a href="Ionien" title="Ionien">ionischen</a> Monumentalaltären wie dem archaischen Altar im <a href="Heraion_von_Samos" title="Heraion von Samos">Heraion von Samos</a> oder dem spätklassischen Altar im <a href="Artemision_von_Ephesos" class="mw-redirect" title="Artemision von Ephesos">Artemision von Ephesos</a>. In beiden Fällen umschloss eine Mauer den eigentlichen Opferaltar rechteckig an drei Seiten. An der offenen Seite war der Altar durch eine Treppe zugänglich. Aus Kultgründen waren solche Altäre meist nach Osten ausgerichtet, so dass der Opfernde den Altar von Westen kommend betrat. Der pergamenische Altar folgt dieser Tradition, steigert sie jedoch ins Monumentale, indem die eigentliche Altareinfassung um einen hohen Sockel ergänzt wurde. Der mächtige Unterbau ist 35,64 Meter breit und 33,40 Meter tief<sup id="cite_ref-33" class="reference"><a href="#cite_note-33"><span class="cite-bracket">[</span>32<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> und erstreckt sich über fünf Stufen. Der am Sockel umlaufende Gigantomachiefries war insgesamt 113 Meter lang<sup id="cite_ref-34" class="reference"><a href="#cite_note-34"><span class="cite-bracket">[</span>33<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> und damit nach dem <a href="Parthenon" title="Parthenon">Parthenonfries</a> der längste erhaltene Fries der griechischen Antike. An der Westseite wurde er von einer etwa 20 Meter breiten Treppe unterbrochen, die den Unterbau durchschneidet und zu einem mit Säulen umzogenen Oberbau führt. Zu beiden Seiten der Freitreppe gibt es Vorsprünge (<a href="Risalit" title="Risalit">Risalite</a>), die ebenso aufgebaut und verziert sind wie der übrige umlaufende Fries. Die Hallen des Oberbaus haben nur eine relativ geringe Tiefe. Die umgebenden Säulen weisen profilierte <a href="Basis_(Architektur)" title="Basis (Architektur)">Basen</a> und <a href="Ionische_Ordnung" title="Ionische Ordnung">ionische</a> <a href="Kapitell" title="Kapitell">Kapitelle</a> auf. Auf dem Dach standen viele Statuen: Pferde in Viergespannform, Löwen<a href="Greif" title="Greif">greifen</a>, <a href="Kentaur" title="Kentaur">Kentauren</a> und Götterfiguren sowie unfertige Wasserspeier. Die obere Halle wirkte lichter, da hier die Säulen in einem weiteren Abstand standen. Im inneren Altarhof war ursprünglich ebenfalls eine umlaufende Säulenhalle geplant, auf die jedoch verzichtet wurde. An der Rückwand des Altarhofes war in Augenhöhe ein zweiter Fries angebracht, der das Leben des mythischen Stadtgründers Telephos zeigte.<sup id="cite_ref-35" class="reference"><a href="#cite_note-35"><span class="cite-bracket">[</span>34<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Obwohl bislang keine Farbreste gefunden wurden, ist anzunehmen, dass der Altar in der Antike bunt bemalt war.<sup id="cite_ref-36" class="reference"><a href="#cite_note-36"><span class="cite-bracket">[</span>35<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die unterschiedlichen Architekturmotive, die an dem Bauwerk miteinander verbunden wurden (Risaliten, Freitreppe, säulenumstandener Peristylhof) lassen vermuten, dass das Monument insgesamt den Palast des Zeus auf dem Olymp versinnbildlichen sollte.<sup id="cite_ref-:2_37-0" class="reference"><a href="#cite_note-:2-37"><span class="cite-bracket">[</span>36<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Für eine solche Deutung sprechen auch die Themen der Relieffriese sowie deren spezifische Anbringung.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Bildschmuck">Bildschmuck</h2></div>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Gigantenfries">Gigantenfries</h3></div>
<p>Die Gigantomachie stellt den Kampf der Götter gegen die Kinder der Urgöttin <a href="Gaia_(Mythologie)" title="Gaia (Mythologie)">Gaia</a>, die schlangenfüßigen Giganten, dar. Nachdem die neuen Götter unter der Führung des Zeus und unter Mithilfe der Gaia die alten Götter um <a href="Kronos" title="Kronos">Kronos</a> entmachtet hatten, wandte sich Zeus entgegen seinen Versprechen gegen mehrere Kinder der Gaia. Deshalb stiftete sie mehrere ihrer Kinder – die Giganten und die <a href="Hekatoncheiren" title="Hekatoncheiren">Hekatoncheiren</a> – dazu an, die Götter zu stürzen. Den Göttern wurde geweissagt, dass sie nur mit Hilfe Sterblicher siegen könnten. Deshalb nahmen <a href="Herakles" title="Herakles">Herakles</a> und <a href="Dionysos" title="Dionysos">Dionysos</a> am Kampf teil, die beide von sterblichen Müttern geboren worden waren.
</p><p>Die Götter sind entsprechend ihrem göttlichen Wesen und mit ihren mythischen Attributen dargestellt. Durch Kraft und Dynamik ausgezeichnete Götter, wie beispielsweise der Göttervater <a href="Zeus" title="Zeus">Zeus</a>, werden auf eine solch kraftvolle Weise dargestellt. Dagegen ist Artemis, die eher von der Geschicklichkeit lebt, als Bogenschützin gezeigt. Die Beschreibung der einzelnen Seiten erfolgt immer von links nach rechts.
</p>
<div style="box-sizing:border-box;clear:{{{clear}}}; max-width:100%;margin-top:0.1em; margin-bottom:0.1em; margin-left:auto; margin-right:auto;"><div class="thumbinner centered panorama" style="max-width:802px; width: 100%; width: inherit;"><div class="thumbimage noresize" style="overflow-y:hidden; overflow-x:scroll; overflow:auto; width:100%; width:inherit;"><span typeof="mw:File"></span></div><div class="thumbcaption" style="text-align: center;"><div style="float:right; margin:0 3px"><span class="skin-invert" typeof="mw:File"><a href="https://tools.wmflabs.org/zoomviewer/?flash=no&f=Gigantomachy+frieze+of+the+Pergamon+Altar+panorama.jpg" title="Interaktiver Bildbetrachter" class="external"></a></span></div><div style="float:left; width:30px; height:12px;"></div>Überblick über den Fries</div></div></div>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Ostfries">Ostfries</h4></div>
<p>Auf der sich dem eintretenden Betrachter zuerst darbietenden Ostseite waren fast alle wichtigen olympischen Götter versammelt. Links beginnt die Darstellung mit der dreigestaltigen Göttin <a href="Hekate" title="Hekate">Hekate</a>. Sie kämpft in ihren drei Inkarnationen mit einer Fackel, einem Schwert und einer Lanze gegen den Giganten <a href="Klytios" title="Klytios">Klytios</a>. Ihr am nächsten agiert <a href="Artemis" title="Artemis">Artemis</a>. Die Göttin der Jagd kämpft ihrer Funktion entsprechend mit Pfeil und Bogen gegen einen Giganten, der möglicherweise <a href="Aloiden" title="Aloiden">Otos</a> sein soll. Ihr Jagdhund tötet einen weiteren Giganten durch einen Genickbiss. Artemis zur Seite kämpft ihre Mutter <a href="Leto_(Mythologie)" title="Leto (Mythologie)">Leto</a> mit einer Fackel gegen einen tierhaften Giganten, auf Letos anderer Seite kämpft ihr Sohn und Zwillingsbruder der Artemis, <a href="Apollon" title="Apollon">Apollon</a>. Auch er ist wie seine Schwester mit Pfeil und Bogen bewaffnet und hat den ihm zu Füßen liegenden <a href="Ephialtes_(Gigant)" title="Ephialtes (Gigant)">Ephialtes</a> erschossen.
</p><p>Von der nächsten Reliefplatte ist nur ein Flügelfragment eines Giganten erhalten, als dessen Gegnerin man <a href="Demeter" title="Demeter">Demeter</a> vermutet.<sup id="cite_ref-38" class="reference"><a href="#cite_note-38"><span class="cite-bracket">[</span>37<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Ihr folgt <a href="Hera" title="Hera">Hera</a>, die auf einem vierspännigen Streitwagen in die Schlacht zieht. Die vier geflügelten Pferde werden als die Personifikationen der vier Winde <a href="Notos" title="Notos">Notos</a>, <a href="Boreas" title="Boreas">Boreas</a>, <a href="Zephyr" title="Zephyr">Zephyros</a> und <a href="Euros" title="Euros">Euros</a> identifiziert. Zwischen Hera und seinem Vater Zeus kämpft Herakles, der nur noch anhand eines Fragmentes mit einer Tatze seines <a href="L%C3%B6wenfell" title="Löwenfell">Löwenfelles</a> identifiziert werden kann. Zeus ist physisch besonders präsent und agil. Er schleudert Blitze und kämpft Regen sendend sowie Wolken zusammenziehend nicht nur gegen zwei junge Giganten, sondern auch gegen den Anführer der Giganten, <a href="Porphyrion" title="Porphyrion">Porphyrion</a>. Auch das folgende Kampfpaar zeigt eine besonders wichtige Szene des Kampfes. <a href="Athene" title="Athene">Athene</a>, die pergamenische Stadtgöttin, trennt den Giganten <a href="Alkyoneus" title="Alkyoneus">Alkyoneus</a> vom Boden, aus dem die Mutter der Giganten, Gaia, auftaucht. Alkyoneus war der Sage nach solange unsterblich, wie er mit dem Erdboden verbunden blieb, wo er von der Kraft seiner Mutter durchströmt wurde. Den Abschluss der Ostseite bildet der Kriegsgott <a href="Ares" title="Ares">Ares</a>, der mit einem Zweigespann in die Schlacht fährt. Seine Pferde bäumen sich vor einem geflügelten Giganten auf.
</p>
<ul class="center centered gallery mw-gallery-traditional" style="max-width: 978px;">
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<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Hekate gegen Klytios (links), Artemis gegen Otos</div>
</li>
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<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Otos und Artemis</div>
</li>
<li class="gallerybox" style="width: 155px">
<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Leto</div>
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<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Apollon und Ephialtes</div>
</li>
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<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Vermuteter Platz der Demeter</div>
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<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Hera</div>
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<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Die vier Winde</div>
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<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Vermuteter Platz des Herakles</div>
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<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Zeus kämpft gegen Porphyrion</div>
</li>
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<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Athene und Nike gegen Alkyoneus</div>
</li>
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<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Gaia taucht aus dem Erdboden auf</div>
</li>
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<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Ares zieht in den Kampf</div>
</li>
</ul>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Südfries"><span id="S.C3.BCdfries"></span>Südfries</h4></div>
<p>Hier beginnt die Darstellung des Kampfes mit der großen kleinasiatischen Muttergottheit <a href="Rhea_(Mythologie)" title="Rhea (Mythologie)">Rhea</a>/<a href="Kybele" class="mw-redirect" title="Kybele">Kybele</a>. Sie reitet mit Pfeil und Bogen auf einem Löwen in den Kampf. Links oben ist der Adler des Zeus mit einem Blitzbündel in den Krallen zu sehen. Daneben kämpfen drei Götter gegen einen mächtigen, stiernackigen Giganten. Die erste Göttin ist nicht zu identifizieren, es folgen <a href="Hephaistos" title="Hephaistos">Hephaistos</a>, der einen Doppelhammer über den Kopf hebt, und ein weiterer, nicht zu identifizierender, kniender Gott, der dem Giganten einen Spieß in den Leib stößt.
</p><p>Es schließen sich die Gottheiten des Himmels an. <a href="Eos_(Mythologie)" title="Eos (Mythologie)">Eos</a>, Göttin der <a href="Morgenr%C3%B6te" title="Morgenröte">Morgenröte</a>, reitet in die Schlacht. Sie reißt ihr Pferd zurück und ist mit einer Fackel bewaffnet, die sie nach vorn stößt. Als Nächstes taucht <a href="Helios" title="Helios">Helios</a> mit seinem vierspännigen Wagen aus dem Meer auf und fährt mit einer Fackel bewaffnet in die Schlacht. Sein Ziel ist ein ihm im Weg stehender Gigant, einen weiteren hat er überrollt. Inmitten ihrer Kinder folgt <a href="Theia" title="Theia">Theia</a>, die Mutter der Tages- und Nachtgestirne. Neben ihrer Mutter reitet mit dem Rücken zum Betrachter die Mondgöttin <a href="Selene" title="Selene">Selene</a> auf ihrem <a href="Maulesel" title="Maulesel">Maulesel</a> über einen Giganten hinweg.
</p><p>Im letzten Drittel der Südseite kämpft ein nicht eindeutig zu identifizierender jugendlicher Gott, der möglicherweise <a href="Aither" title="Aither">Aither</a> darstellen soll. Er hält einen Giganten – möglicherweise <a href="Leon_(Gigant)" title="Leon (Gigant)">Leon</a> – mit Schlangenbeinen, Menschenkörper, Löwenpranken und Löwenkopf im Würgegriff. Der nächste Gott trägt sichtbare Alterszüge. Es wird vermutet, dass es sich um <a href="Uranos" title="Uranos">Uranos</a> handelt. Zu seiner Linken ist seine Tochter <a href="Themis_(Mythologie)" title="Themis (Mythologie)">Themis</a>, die Göttin der Gerechtigkeit, dargestellt. Am Ende – oder Anfang, je nach Sichtweise – befinden sich die <a href="Titan_(Mythologie)" title="Titan (Mythologie)">Titanin</a> <a href="Phoibe_(Titanin)" title="Phoibe (Titanin)">Phoibe</a> mit einer Fackel und ihre Tochter <a href="Asteria_(Tochter_des_Koios)" title="Asteria (Tochter des Koios)">Asteria</a> mit einem Schwert. Beide werden von einem Hund begleitet.
</p>
<ul class="center centered gallery mw-gallery-traditional" style="max-width: 815px;">
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<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Rhea/Kybele reitet auf einem Löwen, <a href="Adrasteia_(Mythologie)" title="Adrasteia (Mythologie)">Adrasteia</a> (?)</div>
</li>
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<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Göttin, Hephaistos und Gott gegen einen stiernackigen Giganten</div>
</li>
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<div class="gallerytext">Eos</div>
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<div class="gallerytext">Helios</div>
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<div class="gallerytext">Theia</div>
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<div class="gallerytext">Selene</div>
</li>
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<div class="gallerytext">Aither (?) mit einem Giganten im Würgegriff</div>
</li>
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<div class="gallerytext">Themis und Uranos</div>
</li>
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<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Phoibe und Asteria</div>
</li>
</ul>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Nordrisalit_der_Westseite">Nordrisalit der Westseite</h4></div>
<p>Am Nord<a href="Risalit" title="Risalit">risalit</a> des Altars sind die Meeresgottheiten versammelt. Am Kopfende kämpfen <a href="Triton_(Mythologie)" title="Triton (Mythologie)">Triton</a>, dargestellt mit menschlichem Oberkörper, Flügeln, Fischleib und Pferdevorderbeinen, sowie seine Mutter <a href="Amphitrite_(Mythologie)" title="Amphitrite (Mythologie)">Amphitrite</a> gegen mehrere Giganten. Am Aufgang zum Altar, begrenzt von den Treppenspuren, sind die Paare <a href="Nereus" title="Nereus">Nereus</a> und <a href="Doris_(Mythologie)" title="Doris (Mythologie)">Doris</a> sowie <a href="Okeanos" title="Okeanos">Okeanos</a> und die fast nicht mehr vorhandene <a href="Tethys_(Mythologie)" title="Tethys (Mythologie)">Tethys</a> im Kampf dargestellt. Im Bereich der Freitreppe sind einzelne Giganten unmittelbar auf den Stufen angebracht, so dass die Grenze zwischen Betrachter und Bild faktisch aufgelöst wird.<sup id="cite_ref-:2_37-1" class="reference"><a href="#cite_note-:2-37"><span class="cite-bracket">[</span>36<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die Darstellung bildet damit ein antikes Beispiel für eine erzählerische <a href="Metalepse" title="Metalepse">Metalepse</a> in der Bildkunst.<sup id="cite_ref-39" class="reference"><a href="#cite_note-39"><span class="cite-bracket">[</span>38<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<ul class="center gallery mw-gallery-traditional">
<li class="gallerybox" style="width: 155px">
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<div class="gallerytext">Triton und Amphitrite im Kampf</div>
</li>
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<div class="gallerytext">Nereus, Doris und Okeanos</div>
</li>
</ul>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Südrisalit_der_Westseite"><span id="S.C3.BCdrisalit_der_Westseite"></span>Südrisalit der Westseite</h4></div>
<p>Am Südrisalit sind mehrere Naturgottheiten und mythologische Wesen versammelt. An der Frontseite greift <a href="Dionysos" title="Dionysos">Dionysos</a>, begleitet von zwei jugendlichen <a href="Satyr" title="Satyr">Satyrn</a>, in den Kampf ein. Ihm zur Seite steht seine Mutter <a href="Semele_(Mythologie)" title="Semele (Mythologie)">Semele</a>, die einen Löwen in den Kampf führt. An der Treppe sind drei <a href="Nymphe" title="Nymphe">Nymphen</a> dargestellt. Hier ist auch die einzige bekannte Künstlerinschrift <i>THEORRETOS</i> am <a href="Gesims" title="Gesims">Gesims</a> gefunden worden. Wie im Fall der nördlichen Treppenwangen stehen auch hier einzelne Giganten unmittelbar auf den Treppenstufen, so dass ein antiker Betrachter gleichsam in das Kampfgeschehen hineingezogen wurde.
</p>
<ul class="center gallery mw-gallery-traditional">
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<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Dionysos, Satyrn und Semele</div>
</li>
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<div class="gallerytext">Gigant</div>
</li>
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<div class="gallerytext">Fragmente einer Nymphe</div>
</li>
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<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Fragmente von Nymphen und Giganten</div>
</li>
</ul>
<div class="mw-heading mw-heading4"><h4 id="Nordfries">Nordfries</h4></div>
<p>An der Stelle, wo der Nordfries an den Ostfries anschließt, beginnt <a href="Aphrodite" title="Aphrodite">Aphrodite</a> den Reigen der Götter an dieser Seite und befindet sich damit, da man den Fries ohne Kanten sehen muss, an der Seite ihres Liebhabers Ares. Die Göttin der Liebe zieht eine Lanze aus einem getöteten Giganten. Neben ihr kämpfen ihre Mutter, die Titanin <a href="Dione_(Mutter_der_Aphrodite)" title="Dione (Mutter der Aphrodite)">Dione</a>, und ihr Sohn <a href="Eros_(Mythologie)" title="Eros (Mythologie)">Eros</a>. Die beiden nächsten Figuren sind in der Deutung nicht ganz sicher. Wahrscheinlich sind hier die Zwillinge Kastor und Polydeukes, also die <a href="Dioskuren" title="Dioskuren">Dioskuren</a>, dargestellt. Kastor wird von hinten von einem Giganten gepackt und in den Arm gebissen, woraufhin ihm sein Bruder zur Hilfe eilt. In diesen beiden Figuren können auch die Aressöhne Phobos („Angst“) und Deimos („Schrecken“) gesehen werden.<sup id="cite_ref-40" class="reference"><a href="#cite_note-40"><span class="cite-bracket">[</span>39<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Die anschließende Gruppe von drei Kampfpaaren wird dem Gefolge des Kriegsgottes Ares zugeordnet. Wer dargestellt ist, ist unklar. Zunächst holt ein Gott mit einem Baumstamm aus, in der Mitte stößt eine geflügelte Göttin ihr Schwert in einen Gegner und zum Schluss kämpft ein Gott gegen einen gepanzerten Giganten. Die darauf folgende Gottheit wurde lange Zeit als <a href="Nyx" title="Nyx">Nyx</a> identifiziert, mittlerweile geht man jedoch davon aus, dass es eine der <a href="Erinnyen" title="Erinnyen">Erinnyen</a>, der Rachegöttinnen, ist. Andere Forscher tendieren dazu, in ihr Klotho<sup id="cite_ref-41" class="reference"><a href="#cite_note-41"><span class="cite-bracket">[</span>40<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> oder Persephone<sup id="cite_ref-42" class="reference"><a href="#cite_note-42"><span class="cite-bracket">[</span>41<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> zu erkennen. Sie hält ein von Schlangen umwundenes Gefäß schleuderbereit in der Hand. Als Nächstes kämpfen weitere Personifikationen. Die drei <a href="Moiren" title="Moiren">Moiren</a> (Schicksalgöttinnen) erschlagen mit Bronzekeulen die Giganten <a href="Agrios_(Gigant)" title="Agrios (Gigant)">Agrios</a> und <a href="Thoon_(Gigant)" title="Thoon (Gigant)">Thoas</a>.
</p><p>Die vorletzte Kampfgruppe zeigt eine „Löwengöttin“, die man als <a href="Keto_(Mythologie)" title="Keto (Mythologie)">Keto</a> deutet. Diese Gruppe folgt nicht direkt auf die Moiren, es gibt eine Lücke, die ein weiteres Kampfpaar vermuten lässt. Hier werden die <a href="Graien" title="Graien">Graien</a>, Kinder der Keto, vermutet. Keto war Mutter mehrerer Ungeheuer, so auch eines Wals (griechisch: „<a href="Ketos" class="mw-disambig" title="Ketos">Ketos</a>“), der links zu ihren Füßen auftaucht. Den Abschluss der Seite bildet der Meeresgott <a href="Poseidon" title="Poseidon">Poseidon</a>, der mit einem Seepferdgespann aus dem Meer auftaucht. Hier schließt sich der Nordrisalit mit den Meeresgottheiten an.
</p>
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<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Aphrodite und Dione</div>
</li>
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<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Polydeukes</div>
</li>
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<div class="gallerytext">Kastor</div>
</li>
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<div class="gallerytext">Gott mit Baumstamm und geflügelte Göttin</div>
</li>
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<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Gott gegen Gigant mit Brustpanzer</div>
</li>
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<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Erinye</div>
</li>
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<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Die drei Moiren erschlagen mit Bronzekeulen Agrios und Thoas</div>
</li>
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<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Moiren und Löwe</div>
</li>
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<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Keto mit Löwe</div>
</li>
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<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Seepferdgefährt des Poseidon</div>
</li>
</ul>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Telephosfries">Telephosfries</h3></div>
<p>Da im Innenbereich des Altars nur ein begrenzter Platz zur Verfügung stand, wurde für den Telephosfries im Innenraum eine weniger tiefe <a href="Relief" title="Relief">Reliefierung</a> gewählt als beim Gigantenfries. Auch war der Fries mit 1,58 Meter von geringerer Höhe und in seiner Anlage kleinteiliger. Von der ursprünglichen Bemalung des Fries sind keine nennenswerten Reste erhalten. Technisch hatte er einige Neuheiten der Entstehungszeit zu bieten. Die Figuren wurden in der Tiefe gestaffelt, architektonische Elemente deuten Handlungen in geschlossenen Räumen an und die Landschaftsdarstellungen wirken <a href="Idyll" title="Idyll">idyllisch</a>.<sup id="cite_ref-43" class="reference"><a href="#cite_note-43"><span class="cite-bracket">[</span>42<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Diese neue Darstellungsweise der Raumverhältnisse sollte für den Späthellenismus und die römische Zeit prägend sein.
</p><p>Nach der Restaurierung Mitte der 1990er Jahre wurde festgestellt, dass die bislang angenommene chronologische Aufstellung nicht in allen Fällen richtig war. Deshalb wurden die Platten neu angeordnet. Die Nummerierung der 51 im Pergamonmuseum befindlichen Reliefplatten wurde jedoch nach altem Muster beibehalten. Die Neusortierung ergab beispielsweise, dass die bislang angenommene erste Platte nun hinter Platte 31 angeordnet wurde. Nicht alle Platten sind erhalten, so dass es einige Lücken in der Darstellung der Geschichte gibt.
</p><p>Der Fries erzählt in chronologischer Reihenfolge die auch aus schriftlichen Quellen überlieferte Geschichte des <a href="Telephos" title="Telephos">Telephos</a>, eines Heroen der <a href="Griechische_Mythologie" title="Griechische Mythologie">griechischen Mythologie</a>.
</p>
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<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Platten 2 und 3 – 2: Am Hof von König <a href="Aleos" title="Aleos">Aleos</a>; 3: Herakles erblickt dessen Tochter <a href="Auge_(Tochter_des_Aleos)" title="Auge (Tochter des Aleos)">Auge</a> im Tempel</div>
</li>
<li class="gallerybox" style="width: 155px">
<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Platten 4–6 – 4: Telephos in der Wildnis ausgesetzt; 5 und 6: Zimmerleute bauen ein Boot, in dem Auge ausgesetzt werden soll</div>
</li>
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<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Platte 10 – König <a href="Teuthras_(Herrscher_von_Teuthranien)" title="Teuthras (Herrscher von Teuthranien)">Teuthras</a> findet Auge am Strand</div>
</li>
<li class="gallerybox" style="width: 155px">
<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Platte 11 – Auge begründet einen Athenekult</div>
</li>
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<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Platte 12 und 7 – Herakles erkennt seinen Sohn Telephos, der danach (Platte 7 & 8) von Nymphen gewaschen wird</div>
</li>
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<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Platte 8</div>
</li>
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<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Platte 9 und 13: Jugend des Telephos; 13 (bis 14): Telephos segelt nach <a href="Mysien" title="Mysien">Mysien</a></div>
</li>
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<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Platte 32, 33 und 14</div>
</li>
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<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Platte 16 und 17: Telephos bekommt Waffen von Auge</div>
</li>
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<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Platten 17 und 18 – 18: Telephos zieht gegen <a href="Idas_(Sohn_des_Aphareus)" title="Idas (Sohn des Aphareus)">Idas</a> in den Kampf</div>
</li>
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<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Platten 20 und 21 – 20: Teuthras gibt Auge dem Telephos zur Frau; 21: Hochzeitsnacht</div>
</li>
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<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Platten 22–24: Nireus tötet die Amazone Hiera</div>
</li>
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<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Platte 51: Für das feierliche Begräbnis der Amazone werden die Kämpfe unterbrochen</div>
</li>
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<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Platte 25: <a href="Aias_der_Telamonier" title="Aias der Telamonier">Aias</a> tötet <a href="Heloros_(Mythologie)" title="Heloros (Mythologie)">Heloros</a> und <a href="Aktaios" title="Aktaios">Aktaios</a></div>
</li>
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<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Platte 28: Schlacht am <a href="Ka%C3%AFkos_(Mythologie)" title="Kaïkos (Mythologie)">Kaïkos</a></div>
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<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Platte 30 (und 31): <a href="Achilleus" title="Achilleus">Achilleus</a> verletzt Telephos mit Hilfe des Dionysos</div>
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<div class="gallerytext">Platten 31 und 1 – 1: Telephos befragt das <a href="Orakel" title="Orakel">Orakel</a></div>
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<div class="gallerytext">Platten 34 und 35: Telephos landet in <a href="Argos_(Stadt)" title="Argos (Stadt)">Argos</a></div>
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<div class="gallerytext">Platten 36 und 38: die <a href="Argiver" class="mw-redirect" title="Argiver">Argiver</a> begrüßen Telephos</div>
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<div class="gallerytext">Platten 39 und 40: Telephos bittet <a href="Agamemnon" title="Agamemnon">Agamemnon</a> um seine Heilung</div>
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<div class="thumb" style="width: 150px; height: 150px;"><span typeof="mw:File"></span></div>
<div class="gallerytext">Platte 42: Telephos droht mit der Tötung des <a href="Orestes" title="Orestes">Orest</a></div>
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<div class="gallerytext">Platten 44–46: Kulthandlungen im Heiligtum des Dionysos</div>
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<div class="gallerytext">Platten 49 und 50: Gründung Pergamons</div>
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<div class="gallerytext">Platte 47 (und 48): Frauen eilen zum Heros Telephos</div>
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<div class="gallerytext">Platte 48</div>
</li>
</ul>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Verhältnis_von_Gigantomachie_und_Telephosfries"><span id="Verh.C3.A4ltnis_von_Gigantomachie_und_Telephosfries"></span>Verhältnis von Gigantomachie und Telephosfries</h3></div>
<p>Die beiden Friese des Altars zeichnen sich durch unterschiedliche Dimensionen und abweichende Stilformen aus. Während die deutlich überlebensgroßen Figuren der Gigantomachie in pathetischen Stilformen und dynamischen Motiven dargestellt sind, weisen die Figuren des unterlebensgroßen Telephosfrieses deutlich nüchternere Formen auf. Inhaltlich standen die beiden Friese dennoch aufgrund der Erzählzeit des jeweiligen Mythos miteinander in enger Beziehung, wobei die Figur des Herakles eine inhaltliche Klammer zwischen beiden Themen bildete.<sup id="cite_ref-44" class="reference"><a href="#cite_note-44"><span class="cite-bracket">[</span>43<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die Abfolge, in der ein antiker Betrachter die Bildthemen am Bau rezipierte, entsprach dabei der erzählerischen Abfolge der Ereignisse, wobei die Gigantomachie die Voraussetzung für die nachfolgenden Ereignisse um den Helden Telephos bildete<sup id="cite_ref-46" class="reference"><a href="#cite_note-46"><span class="cite-bracket">[</span>44.1<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading3"><h3 id="Statuenbesatz">Statuenbesatz</h3></div>
<p>Auf dem Dach des Altars stand eine unbekannte Anzahl kleinerer Götterstatuen, Pferdegespanne, Kentauren und Löwengreifen, deren Funktion und Anordnung von den Archäologen bis heute nicht eindeutig geklärt werden konnten. Auch fand sich an der Nordmauer des Altarbezirkes ein 64 Meter langes <a href="Postament" title="Postament">Postament</a>, das reich mit Statuen geschmückt war. Es ist bis heute unklar, wie umfangreich die Ausstattung mit Bronze- und Marmorstatuen im Altarbereich war. Doch war sie außergewöhnlich reichhaltig und zeugte von dem großen, durch die Stifter betriebenen Aufwand. Über dem Gigantenfries befand sich in der zweiten Etage, die auch den Telephosfries beherbergte, eine umlaufende Säulenhalle. Zwischen den Säulen standen möglicherweise weitere Statuen, wofür der Fund von etwa 30 Frauenskulpturen sprechen könnte. Vielleicht personifizierten sie die Städte des pergamenischen Reiches. Auf dem eigentlichen Opferherd werden keine Statuen oder anderer Besatz vermutet, möglicherweise wurde jedoch in römischer Zeit ein Baldachin errichtet.<sup id="cite_ref-47" class="reference"><a href="#cite_note-47"><span class="cite-bracket">[</span>45<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Beziehungen_zu_anderen_Kunstwerken">Beziehungen zu anderen Kunstwerken</h2></div>
<p>An vielen Stellen kann man am Altarfries Vorbilder anderer griechischer Kunstwerke erkennen. So erinnert Apollon in seiner idealisierten Haltung und Schönheit an eine schon in der Antike berühmte, etwa 150 Jahre vor dem Fries entstandene klassische Statue des Bildhauers <a href="Leochares" title="Leochares">Leochares</a>, die möglicherweise in einer Kopie aus römischer Zeit, dem <a href="Apollo_von_Belvedere" title="Apollo von Belvedere">Apollo von Belvedere</a>, überliefert ist. Die Hauptgruppe aus Zeus und Athene erinnert in ihrer Darstellung der auseinanderstrebenden Kämpfer an die Darstellung des Kampfes zwischen Athene und Poseidon am Westgiebel des <a href="Parthenon" title="Parthenon">Parthenon</a>. Diese Rückgriffe sind nicht zufällig, da sich Pergamon als eine Art neues Athen sah.<sup id="cite_ref-48" class="reference"><a href="#cite_note-48"><span class="cite-bracket">[</span>46<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Der Fries selbst hatte auch Einfluss auf die nachfolgende antike Kunst. Bekanntestes Beispiel ist die schon erwähnte Laokoon-Gruppe, die, wie <a href="Bernard_Andreae" title="Bernard Andreae">Bernard Andreae</a> glaubte nachweisen zu können, etwa zwanzig Jahre nach dem Relief in Pergamon geschaffen wurde. Die Künstler der Statuengruppe standen laut Andreae noch in direkter Tradition der Schöpfer des Reliefs oder waren möglicherweise gar an der Friesschöpfung beteiligt.<sup id="cite_ref-49" class="reference"><a href="#cite_note-49"><span class="cite-bracket">[</span>47<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Künstler"><span id="K.C3.BCnstler"></span>Künstler</h2></div>
<p>Es ist eine viel diskutierte, aber bislang ungeklärte Frage, wie viele Künstler an der Schaffung des Gigantenfrieses mitwirkten. Ebenso umstritten ist, inwieweit die Persönlichkeit einzelner Künstler im Kunstwerk wiederzufinden ist. Unbestritten ist, dass zumindest der Entwurf des Frieses von nur einem einzelnen Künstler stammt. Dieser Entwurf muss, bei Sicht auf die bis in Details stimmige Arbeit, akribisch ausgearbeitet gewesen sein; nichts ist dem Zufall überlassen.<sup id="cite_ref-Kunze36_50-0" class="reference"><a href="#cite_note-Kunze36-50"><span class="cite-bracket">[</span>48<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Schon in der Anlage der Kampfgruppen fällt auf, dass nicht zwei dieser Gruppen identisch sind und beispielsweise die Frisuren und das Schuhwerk der Göttinnen in allen Fällen variieren. Alle Kampfpaare sind individuell zusammengestellt. Somit erschließt sich ein selbständiger Charakter eher aus den geschaffenen Figuren selbst als aus den persönlichen Stilen der Künstler.
</p><p>In der Forschung wurden bislang zwar durchaus Unterschiede festgestellt, die auf verschiedene Künstler zurückgehen, doch bei der Stimmigkeit des Gesamtwerkes ist es beachtlich, dass diese Unterschiede bei der Gesamtbetrachtung nahezu nicht ins Gewicht fallen.<sup id="cite_ref-Kunze36_50-1" class="reference"><a href="#cite_note-Kunze36-50"><span class="cite-bracket">[</span>48<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Künstler aus vielen Teilen Griechenlands haben sich demnach dem Entwurf eines einzelnen leitenden Künstlers unterworfen. Dies belegen beispielsweise Inschriften von Künstlern aus Athen und <a href="Rhodos" title="Rhodos">Rhodos</a>. Die Bildhauer durften den von ihnen gestalteten Abschnitt des Frieses an der unteren Fußleiste signieren, doch sind nur wenige dieser Inschriften überliefert. Somit kann daraus kein Rückschluss auf die Anzahl der beteiligten Künstler gezogen werden. Nur eine Inschrift vom Südrisalit ist so überliefert, dass sie zugeordnet werden kann. Da es hier keine Fußleiste gab, wurde der Name, <i>Theorretos</i> (<span lang="grc-Grek" class="Grek">ΘΕΌΡΡΗΤΟΣ</span>), nahe der dargestellten Gottheit eingemeißelt. Bei der Betrachtung der Inschriften wurde anhand des Schriftbildes festgestellt, dass es eine ältere und eine jüngere Bildhauergeneration gab, weshalb die Stimmigkeit des Gesamtwerks umso höher einzuschätzen ist.<sup id="cite_ref-Kunze36_50-2" class="reference"><a href="#cite_note-Kunze36-50"><span class="cite-bracket">[</span>48<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Anhand des Abstandes von 2,7 Meter von der vorhandenen Signatur und der dazugehörenden <span lang="grc-Grek" class="Grek">[ἐπό]ησεν</span>-Inschrift (<span lang="grc-Grek" class="Grek">ἐπόησεν</span> – „hat es gemacht“) wird vermutet, dass hier möglicherweise noch eine weitere Bildhauer-Signatur vorhanden war. Wenn dem so wäre, kann man bei einer Hochrechnung mit mindestens 40 beteiligten Bildhauern rechnen.<sup id="cite_ref-51" class="reference"><a href="#cite_note-51"><span class="cite-bracket">[</span>49<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Die längere Stirnseite des Risalits wurde von zwei Bildhauern signiert, deren Namen jedoch nicht mehr erhalten sind.<sup id="cite_ref-52" class="reference"><a href="#cite_note-52"><span class="cite-bracket">[</span>50<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Rezeption">Rezeption</h2></div>
<p>Das Deutsche Reich, das die Ausgrabungen nicht zuletzt aus Prestigegründen förderte, begann schnell, den Altar und andere archäologische Zeugnisse zu vereinnahmen. Die „Jubiläumsausstellung der Berliner Akademie der Künste“ im Mai und Juni 1886 widmete sich auf einem 13.000 Quadratmeter großen Gelände den archäologischen Errungenschaften der jüngsten Ausgrabungen in Olympia und Pergamon. Da der griechische Staat keine Genehmigung zur Ausfuhr der Kunstschätze gegeben hatte, konnte jedoch kein Fundmaterial aus Griechenland gezeigt werden. Dafür entstand der Nachbau eines „Tempel von Pergamon“. Auf einem maßgenauen Nachbau der Westfront des Altarsockels mit ausgewählten Kopien der Friese – darunter Zeus- und Athene-Gruppe – wurde ein dem Zeustempel von Olympia nachempfundener Eingangsbereich für ein Gebäude errichtet. Zur Ausstellung gehörte ein nach dem damaligen Wissensstand gefertigtes Modell der Stadt Pergamon im 2. nachchristlichen Jahrhundert.<sup id="cite_ref-53" class="reference"><a href="#cite_note-53"><span class="cite-bracket">[</span>51<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Wohl das augenfälligste Beispiel für die Rezeption des Altars ist das Museum selbst, in dem sich der Altar heute befindet. Die Anlage des nach Plänen <a href="Alfred_Messel" title="Alfred Messel">Alfred Messels</a> von 1912 bis 1930 erbauten Pergamonmuseums beruht auf der ins Gigantische übersteigerten Form der Vorderfront des Altars.<sup id="cite_ref-54" class="reference"><a href="#cite_note-54"><span class="cite-bracket">[</span>52<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Für die weitere Betrachtung, ja für die Beschäftigung mit dem Kunstwerk an sich, wurde die Rekonstruktion im Pergamonmuseum bedeutend. Hier wurde nicht die antike Hauptseite im Osten für die Teilrekonstruktion des Baus genutzt, sondern die gegenüber liegende Westseite mit der Treppe. Diese Rekonstruktion inklusive der Anbringung der restlichen Friese an den übrigen Wänden des zentralen Ausstellungsraumes wurde nicht unkritisch gesehen. Kritiker sprachen von einem „umgestülpten Ärmel“ und von „Theatralik“.<sup id="cite_ref-55" class="reference"><a href="#cite_note-55"><span class="cite-bracket">[</span>53<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Im nationalsozialistischen Deutschland diente später diese Form der Architektur als Vorbild. <a href="Wilhelm_Kreis" title="Wilhelm Kreis">Wilhelm Kreis</a> wählte für seine <i>Soldatenhalle</i> beim Oberkommando des Heeres in Berlin (1937/38) und ein Kriegerehrenmal am Fuß des <a href="Olymp" title="Olymp">Olymp</a> in Griechenland<sup id="cite_ref-56" class="reference"><a href="#cite_note-56"><span class="cite-bracket">[</span>54<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> eine Bauform, die große Ähnlichkeit mit dem Pergamonaltar aufwies – beide wurden nie realisiert. Bei der Soldatenhalle sollte der Fries jedoch auf die Frontseite des Risalits beschränkt werden. Die Friese des Bildhauers <a href="Arno_Breker" title="Arno Breker">Arno Breker</a> kamen allerdings nie zur Ausführung. Der Rückgriff auf diese Architekturform hatte nicht zuletzt mit den ideologischen Vorstellung der Nationalsozialisten zu tun. Ein Altar erinnerte an Opferbereitschaft und Heldentod. Sowohl der Pergamonaltar als auch diese beiden über den Entwurf nicht hinausgekommenen Zeugnisse nationalsozialistischer Architektur waren „Kultbauten“. Auch die Botschaft des Altarfrieses vom Sieg des Guten über das Böse versuchten sich die Nationalsozialisten so zu eigen machen.<sup id="cite_ref-57" class="reference"><a href="#cite_note-57"><span class="cite-bracket">[</span>55<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Der Pergamonaltar diente auch als Vorbild für die von 1935 bis 1937 nach einem Entwurf von <a href="Albert_Speer" title="Albert Speer">Albert Speer</a> in <a href="N%C3%BCrnberg" title="Nürnberg">Nürnberg</a> auf dem <a href="Reichsparteitagsgel%C3%A4nde" title="Reichsparteitagsgelände">Reichsparteitagsgelände</a> an der nordöstlichen Seite des <a href="Zeppelinfeld" class="mw-redirect" title="Zeppelinfeld">Zeppelinfeldes</a> errichtete Zeppelinhaupttribüne mit einer Länge von 360 Metern und einer Höhe von 20 Metern.
</p><p><a href="Peter_Weiss" title="Peter Weiss">Peter Weiss</a> beginnt seinen Roman <i><a href="Die_%C3%84sthetik_des_Widerstands" title="Die Ästhetik des Widerstands">Die Ästhetik des Widerstands</a></i> mit einer eindrucksvollen Schilderung des Reliefs. Es ist der bedeutendste Niederschlag des Altars in der <a href="Belletristik" title="Belletristik">belletristischen</a> Literatur.
</p>
<div class="Vorlage_Zitat" style="margin:1em 40px;">
<div style="margin:1em 0;"><blockquote style="margin:0;">
<p>„Rings um uns hoben sich die Leiber aus dem Stein, zusammengedrängt zu Gruppen, ineinander verschlungen oder zu Fragmenten zersprengt, mit einem Torso, einem aufgestützten Arm, einer geborstnen Hüfte, einem verschorften Brocken ihre Gestalt andeutend, immer in den Gebärden des Kampfs, ausweichend, zurückschnellend, angreifend, sich deckend, hochgestreckt oder gekrümmt, hier und da ausgelöscht, doch noch mit einem freistehenden vorgestemmten Fuß, einem gedrehten Rücken, der Kontur einer Wade eingespannt in eine einzige gemeinsame Bewegung. Ein riesiges Ringen, auftauchend aus der grauen Wand, sich erinnernd an seine Vollendung, zurücksinkend zur Formlosigkeit.“
</p>
</blockquote>
</div><div class="cite" style="margin:-1em 0 1em 1em;">– <span class="Person h-card">Peter Weiss</span>: <cite style="font-style:normal">Die Ästhetik des Widerstands, Frankfurt am Main 1982, Erzähleingang</cite></div></div>
<p>Weiss versucht nicht nur, den Fries in seiner eigentlichen Bedeutung zu interpretieren, sondern lässt seine Protagonisten aus dem Widerstand gegen die Nationalsozialisten mit Hilfe von Kunstwerken ihre eigenen Standpunkte ergründen. Den an realen Personen orientierten Romanfiguren <a href="Horst_Heilmann_(Widerstandsk%C3%A4mpfer)" title="Horst Heilmann (Widerstandskämpfer)">Heilmann</a> und <a href="Hans_Coppi" title="Hans Coppi">Coppi</a>, beide junge Gegner des NS-Regimes, erscheint 1937 der Kampf der Götter gegen die Giganten als verborgene Darstellung der Kämpfe des Pergamon-Reiches. Sie fragen sich, mit welchen Gefühlen die Unterworfenen und Untertanen an dieser zum steinernen Mythos gewordenen Niederlage vorbeigeschritten sein mögen. „Aus der Unterwerfung der vom Norden eindringenden gallischen Völker war ein Triumph adliger Reinheit über wüste und niedrige Kräfte geworden, und die Meißel und Hämmer der Steinmetzen und ihrer Gesellen hatten das Bild einer unumstößlichen Ordnung den Untertanen zur Beugung in Ehrfurcht vorgeführt.“<sup id="cite_ref-Weiss9_58-0" class="reference"><a href="#cite_note-Weiss9-58"><span class="cite-bracket">[</span>56<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Wo die Herrschenden und die Wissenden das Kunstwerk erblickten, hätten die Unterdrückten das Abbild ihrer eigenen Verletzungen und Niederlagen gesehen, „spürten den Schlag der Pranke ins eigene Fleisch“.<sup id="cite_ref-Weiss9_58-1" class="reference"><a href="#cite_note-Weiss9-58"><span class="cite-bracket">[</span>56<span class="cite-bracket">]</span></a></sup> Der zum Mythos stilisierte Krieg sei der Kampf der Könige um die Herrschaft gewesen. Die Widerstandskämpfer identifizieren sich mit den geschlagenen Söhnen der Erde, demaskieren die Göttlichkeit als Maske der Herrschenden.
</p>
<div class="Vorlage_Zitat" style="margin:1em 40px;">
<div style="margin:1em 0;"><blockquote style="margin:0;">
<p>„Auf dem Weg zum engen, niedrigen Ausgang des Saals leuchteten uns oft aus den kreiselnden Verschiebungen in der Menge der Besucher die roten Armbinden der schwarz und braun Uniformierten entgegen, und immer wenn ich im weißen runden Feld das Emblem auftauchen sah, rotierend und hackend, wurde es zur Giftspinne, schroff behaart …“
</p>
</blockquote>
</div><div class="cite" style="margin:-1em 0 1em 1em;">– <span class="Person h-card">Peter Weiss</span>: <cite style="font-style:normal">Die Ästhetik des Widerstands, Frankfurt am Main 1982, S. 11</cite></div></div>
<p>Im Rückgriff wird die Betrachtung auch auf die Entstehung, die Geschichte bis zur Wiederauffindung und die Rekonstruktion im Museum ausgedehnt.<sup id="cite_ref-59" class="reference"><a href="#cite_note-59"><span class="cite-bracket">[</span>57<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Für einige Missstimmung in der Presse und Teilen der Bevölkerung sorgte die Nutzung des Pergamonaltars als Kulisse für die Bewerbung der Stadt Berlin um die <a href="Olympische_Sommerspiele_2000" title="Olympische Sommerspiele 2000">Olympischen Sommerspiele 2000</a>. Der <a href="Senat_von_Berlin" title="Senat von Berlin">Senat von Berlin</a> hatte die Mitglieder des <a href="Internationales_Olympisches_Komitee" title="Internationales Olympisches Komitee">IOC-Exekutivkomitees</a> zu einem Essen vor dem Altar eingeladen. Das weckte Erinnerungen an die Bewerbung Berlins um die <a href="Olympische_Sommerspiele_1936" title="Olympische Sommerspiele 1936">Spiele 1936</a>. Auch damals lud der nationalsozialistische Innenminister <a href="Wilhelm_Frick" title="Wilhelm Frick">Wilhelm Frick</a> die Mitglieder des IOC zu einem Essen vor dem Altar ein.<sup id="cite_ref-60" class="reference"><a href="#cite_note-60"><span class="cite-bracket">[</span>58<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Im April 2013 wurde die 30 × 4 Meter große Fotoinstallation <i><a href="Pergamon2life" title="Pergamon2life">Pergamon 2nd Life</a></i> („Das zweite Leben des Pergamonaltars“), eine fiktive, künstlerisch inspirierte Rekonstruktion der fehlenden Teile des Gigantenfrieses, im <a href="Puschkin-Museum" title="Puschkin-Museum">Puschkin-Museum</a> in Moskau erstmals öffentlich ausgestellt.<sup id="cite_ref-61" class="reference"><a href="#cite_note-61"><span class="cite-bracket">[</span>59<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>
</p><p>Im Jahr 2019 zeigte das Museum Hamburger Bahnhof in Berlin die Installation "Bergama Stereo" des türkischen Künstlers <a href="Cevdet_Erek" title="Cevdet Erek">Cevdet Erek</a>, in der die Kubatur des Pergamonaltars durch ein Podest mit integrierten Lautsprechern nachgeahmt wird<sup id="cite_ref-62" class="reference"><a href="#cite_note-62"><span class="cite-bracket">[</span>60<span class="cite-bracket">]</span></a></sup>.
</p>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Literatur">Literatur</h2></div>
<p>(chronologisch geordnet)
</p>
<ul><li><a href="Heinz_K%C3%A4hler" title="Heinz Kähler">Heinz Kähler</a>: <i>Der grosse Fries von Pergamon. Untersuchungen zur Kunstgeschichte und Geschichte Pergamons.</i> Mann, Berlin 1948, <span class="-print" style="white-space:nowrap"><a href="Deutsche_Nationalbibliothek" title="Deutsche Nationalbibliothek">DNB</a> <a rel="nofollow" class="external text" href="https://d-nb.info/577226185">577226185</a></span>.</li>
<li><a href="Michael_Pfanner" title="Michael Pfanner">Michael Pfanner</a>: <i>Bemerkungen zur Komposition und Interpretation des Großen Frieses von Pergamon</i>. In: <i><a href="Arch%C3%A4ologischer_Anzeiger" title="Archäologischer Anzeiger">Archäologischer Anzeiger</a>.</i> 1979, S. 46–57.</li>
<li><a href="Max_Kunze" title="Max Kunze">Max Kunze</a>, <a href="Volker_K%C3%A4stner" title="Volker Kästner">Volker Kästner</a>: <i>Antikensammlung II. Der Altar von Pergamon. Hellenistische und römische Architektur.</i> 2. Auflage. Henschelverlag, Berlin 1990, ISBN 3-362-00436-9.</li>
<li><a href="Bernard_Andreae" title="Bernard Andreae">Bernard Andreae</a>: <i>Laokoon und die Kunst von Pergamon. Die Hybris der Giganten.</i> Fischer, Frankfurt am Main 1991, ISBN 3-596-10743-1.</li>
<li><a href="Hans-Joachim_Schalles" title="Hans-Joachim Schalles">Hans-Joachim Schalles</a>: <i>Der Pergamon-Altar zwischen Bewertung und Verwertbarkeit.</i> Fischer, Frankfurt am Main 1991, ISBN 3-596-23935-4.</li>
<li>Antikensammlung der Staatlichen Museen zu Berlin (Hrsg.): <i>Die Antikensammlung im Pergamonmuseum und in Charlottenburg.</i> von Zabern, Mainz 1992, ISBN 3-8053-1187-7, S. 21–63.</li>
<li><a href="Max_Kunze" title="Max Kunze">Max Kunze</a>: <i>Der Pergamonaltar. Seine Geschichte, Entdeckung und Rekonstruktion.</i> von Zabern, Mainz 1995, ISBN 3-8053-1468-X.</li>
<li>Mechthild Amberger-Lahrmann: <i>Anatomie und Physiognomie in der hellenistischen Plastik. Dargestellt am Pergamonaltar.</i> (= <i>Abhandlungen der Geistes- und Sozialwissenschaftlichen Klasse.</i> Jahrgang 1996, Nr. 10). Steiner, Stuttgart 1996, ISBN 3-515-06978-X.</li>
<li><a href="Wolf-Dieter_Heilmeyer" title="Wolf-Dieter Heilmeyer">Wolf-Dieter Heilmeyer</a> (Hrsg.): <i>Der Pergamonaltar. Die neue Präsentation nach Restaurierung des Telephosfrieses.</i> Wasmuth, Tübingen 1997, ISBN 3-8030-1045-4.</li>
<li><a href="Wolfgang_Radt" title="Wolfgang Radt">Wolfgang Radt</a>: <i>Pergamon. Geschichte und Bauten einer antiken Metropole.</i> Primus, Darmstadt 1999, ISBN 3-89678-116-2, S. 168–179.</li>
<li>Hans-Joachim Schalles: <i>Pergamonaltar.</i> In: <i><a href="Der_Neue_Pauly" title="Der Neue Pauly">Der Neue Pauly</a></i> (DNP). Band 15/2, Metzler, Stuttgart 2002, ISBN 3-476-01488-6, Sp. 211–215.</li>
<li><a href="Christoph_Michels" title="Christoph Michels">Christoph Michels</a>: <i>Der Pergamonaltar als „Staatsmonument“ der Attaliden. Zur Rolle des historischen Kontextes in den Diskussionen über Datierung und Interpretation der Bildfriese</i>. Europäischer Univ.-Verl., Berlin 2004, ISBN 3-86515-227-9.</li>
<li><a href="Huberta_Heres" title="Huberta Heres">Huberta Heres</a>, Volker Kästner: <i>Der Pergamonaltar.</i> von Zabern, Mainz 2004, ISBN 3-8053-3307-2 (2. Auflage: von Zabern, Mainz 2018, ISBN 978-3-8053-5144-7).</li>
<li><a href="Fran%C3%A7ois_Queyrel" title="François Queyrel">François Queyrel</a>: <i>L’Autel de Pergame. Images et pouvoir en Grèce d’Asie.</i> Editions Picard, Paris 2005, ISBN 2-7084-0734-1 (französisch).</li>
<li>Françoise-Hélène Massa-Pairault: <i>La Gigantomachie de Pergame ou l’Image du Monde.</i> (= <i>Bulletin de correspondance hellénique.</i> Supplèment 50). École Française d’Athènes, Athen 2007, ISBN 2-86958-201-3 (französisch).</li>
<li><a href="Sebastian_Prignitz" title="Sebastian Prignitz">Sebastian Prignitz</a>: <i>Der Pergamonaltar und die pergamenische Gelehrtenschule.</i> Verlag Willmuth Arenhövel, Berlin 2008, ISBN 978-3-922912-68-2.</li>
<li>Ralf Grüßinger, <a href="Volker_K%C3%A4stner" title="Volker Kästner">Volker Kästner</a>, <a href="Andreas_Scholl_(Arch%C3%A4ologe)" title="Andreas Scholl (Archäologe)">Andreas Scholl</a> (Hrsg.): <i>Pergamon – Panorama der antiken Metropole: Begleitbuch zur Ausstellung. Eine Ausstellung der Antikensammlung der Staatlichen Museen zu Berlin.</i> Imhof, Petersberg 2011, ISBN 978-3-86568-693-0.</li>
<li><a href="Lothar_Haselberger" title="Lothar Haselberger">Lothar Haselberger</a>: <i>Der Pergamonaltar und der Architekt Hermogenes. Schatten, Raum und Wahrnehmung.</i> Reimer, Berlin 2020, ISBN 978-3-496-01597-0.</li>
<li><a href="Manfred_Klinkott" title="Manfred Klinkott">Manfred Klinkott</a>: <i>Das Fundament des Pergamonaltars und die Aufnahme seiner Fassadenfragmente.</i> (= <i>Altertümer von Pergamon.</i> Band 3, Teil 3). De Gruyter, Berlin 2020, ISBN 978-3-11-059814-8.</li>
<li>Burkhard Emme: <i>Der Pergamonaltar. Narrative Struktur und herrschaftliche Ideologie.</i> In: Istanbuler Mitteilungen 74, 2024, S. 178–209.<sup id="cite_ref-:0_45-0" class="reference"><a href="#cite_note-:0-45"><span class="cite-bracket">[</span>44<span class="cite-bracket">]</span></a></sup></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Dokumentation">Dokumentation</h2></div>
<ul><li><i>Der Pergamonaltar – Weltwunder im Museum.</i> Regie: Grit Lederer, ZDF, Deutschland, 53 Minuten, 2023</li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Weblinks">Weblinks</h2></div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><div class="noresize noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Commons"></span></span></div><b><span class=""><a class="external text" href="https://commons.wikimedia.org/wiki/Category:Pergamon_Altar?uselang=de"><span lang="en">Commons</span>: Pergamonaltar</a></span></b> – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien</div>
<div class="sisterproject" style="margin:0.1em 0 0 0;"><span class="noviewer" style="display:inline-block; line-height:10px; min-width:1.6em; text-align:center;" aria-hidden="true" role="presentation"><span class="mw-default-size" typeof="mw:File"><span title="Wiktionary"></span></span></span><b><a href="https://de.wiktionary.org/wiki/Pergamonaltar" class="extiw external" title="wikt:Pergamonaltar">Wiktionary: Pergamonaltar</a></b> – Bedeutungserklärungen, Wortherkunft, Synonyme, Übersetzungen</div>
<ul><li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.smb-digital.de/eMuseumPlus?service=direct/1/ResultLightboxView/result.t2.collection_lightbox.$TspTitleLink.link&sp=10&sp=Scollection&sp=SfieldValue&sp=0&sp=1&sp=3&sp=Slightbox_3x4&sp=0&sp=Sdetail&sp=0&sp=F&sp=T&sp=0"><i>Der Große Altar von Pergamon</i></a> in der Online-Datenbank der <a href="Staatliche_Museen_zu_Berlin" title="Staatliche Museen zu Berlin">Staatlichen Museen zu Berlin</a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://3d.smb.museum/pergamonaltar/"><i>Der Pergamonaltar 3D</i></a> – Online-Viewer auf der Website der Staatlichen Museen zu Berlin</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="http://arachne.uni-koeln.de/item/bauwerk/2103257">Pergamonaltar</a> in der archäologischen Datenbank <i><a href="Arachne_(Bilddatenbank)" title="Arachne (Bilddatenbank)">Arachne</a></i></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://artsandculture.google.com/exhibit/short-visit-pergamonaltar/pgLyQpMO5o3nKw?hl=de"><i>Short Visit: Pergamonaltar</i></a> – Onlineausstellung bei <a href="Google_Arts_%26_Culture" title="Google Arts & Culture">Google Arts & Culture</a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://artsandculture.google.com/exhibit/was-geschah-in-pergamon/HwLCA7db14ShJw?hl=de"><i>Was geschah in Pergamon? Zur Entstehung und Ausgrabung des Pergamonaltars</i></a> – Onlineausstellung bei Google Arts & Culture</li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://stabikat.de/Search/Results?lookfor=Pergamonaltar">Suche nach Pergamonaltar</a> im Online-Katalog der Staatsbibliothek zu Berlin – <a href="Stiftung_Preu%C3%9Fischer_Kulturbesitz" title="Stiftung Preußischer Kulturbesitz">Preußischer Kulturbesitz</a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://portal.dnb.de/opac.htm?method=simpleSearch&query=041310012">Literatur zum Pergamonaltar</a> im Katalog der <a href="Deutsche_Nationalbibliothek" title="Deutsche Nationalbibliothek">Deutschen Nationalbibliothek</a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://sketchfab.com/3d-models/pergamon-altar-platte-aus-dem-sudfries-217edc91e56b43c194789ebac0267172">Pergamonaltar - Platte aus dem Südfries, Abguss in der Antikensammlung Kiel</a> als 3D-Modell auf <a href="Sketchfab" title="Sketchfab">Sketchfab</a></li>
<li><a rel="nofollow" class="external text" href="https://sketchfab.com/3d-models/pergamon-altar-platte-aus-dem-ostfries-be46cceee77b4f18b73f061b02e99bf3">Pergamonaltar - Platte aus dem Ostfries, Abguss in der Antikensammlung Kiel</a> als 3D-Modell auf <a href="Sketchfab" title="Sketchfab">Sketchfab</a></li></ul>
<div class="mw-heading mw-heading2"><h2 id="Einzelnachweise">Einzelnachweise</h2></div>
<div class="mw-references-wrap mw-references-columns"><ol class="references">
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<li id="cite_note-2"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-2">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Bernard_Andreae" title="Bernard Andreae">Bernard Andreae</a>: <i>Datierung und Bedeutung des Telephosfrieses im Zusammenhang mit den übrigen Stiftungen der Ataliden von Pergamon</i>. In: <a href="Wolf-Dieter_Heilmeyer" title="Wolf-Dieter Heilmeyer">Wolf-Dieter Heilmeyer</a> (Hrsg.): <i>Der Pergamonaltar. Die neue Präsentation nach Restaurierung des Telephosfrieses</i>, Wasmuth, Tübingen 1997, S. 67 (in Folge als Andreae: <i>Telephosfries</i> zitiert).</span>
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<li id="cite_note-Andreae68-3"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-Andreae68_3-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Andreae68_3-1">b</a></sup></span> <span class="reference-text">Andreae: <i>Telephosfries</i>, S. 68.</span>
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<li id="cite_note-4"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-4">↑</a></span> <span class="reference-text"><i>Skulptur des Hellenismus</i>. Hirmer, München 2001, ISBN 3-7774-9200-0, S. 132–147.</span>
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<li id="cite_note-7"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-7">↑</a></span> <span class="reference-text">Zur Altarverwendung und zur möglichen Opferweise siehe Kunze: <i>Der Pergamonaltar</i>. S. 19.</span>
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<li id="cite_note-10"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-10">↑</a></span> <span class="reference-text">Pausanias 5, 13, 8.</span>
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<li id="cite_note-12"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-12">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Plinius_der_%C3%84ltere" title="Plinius der Ältere">Plinius der Ältere</a>, <i><a href="Naturalis_historia" title="Naturalis historia">naturalis historia</a></i> 36, 37: <i>opus omnibus et picturae et statuariae artis praeferendum</i>.</span>
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<li id="cite_note-13"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-13">↑</a></span> <span class="reference-text">Bernard Andreae: <i>Laokoon oder die Gründung Roms</i>. von Zabern, Mainz 1988 (<a href="Kulturgeschichte_der_antiken_Welt" title="Kulturgeschichte der antiken Welt">Kulturgeschichte der antiken Welt</a>, Bd. 39).</span>
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<li id="cite_note-14"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-14">↑</a></span> <span class="reference-text">Zitiert nach Kunze, Kästner: <i>Antikensammlung II</i>, S. 33.</span>
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<li id="cite_note-15"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-15">↑</a></span> <span class="reference-text">Zu Pergamon in der byzantinischen Zeit siehe Wolfgang Radt und Albrecht Berger in <i><a href="Der_Neue_Pauly" title="Der Neue Pauly">Der Neue Pauly</a>.</i> Band 9 (2000), Sp. 551 und 561.</span>
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<li id="cite_note-18"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-18">↑</a></span> <span class="reference-text">Zitiert nach Kunze, Kästner: <i>Antikensammlung II</i>, S. 27.</span>
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<li id="cite_note-19"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-19">↑</a></span> <span class="reference-text">Der <a href="Liste_der_preu%C3%9Fischen_Kultusminister" title="Liste der preußischen Kultusminister">preußische Kultusminister</a> in einem Brief an den König, zitiert nach Kunze, Kästner: <i>Antikensammlung II</i>, S. 30.</span>
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<li id="cite_note-20"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-20">↑</a></span> <span class="reference-text">Die osmanische Regierung wollte zunächst eine Teilung der Funde (2/3 zu 1/3 zu Gunsten Deutschlands) durchsetzen, doch konnte in den Verhandlungen 1878/79, auf die selbst <a href="Otto_von_Bismarck" title="Otto von Bismarck">Bismarck</a> Einfluss nahm, gegen die Zahlung von 20.000 <a href="Mark_(1871)" title="Mark (1871)">Goldmark</a> ein Vertrag ausgehandelt werden, der die Funde allein dem Deutschen Reich überließ. Zu Hilfe kamen die aktuelle innenpolitische Schwäche des Osmanischen Reiches und der Dank für die Vermittlerrolle, die Bismarck beim <a href="Berliner_Kongress" title="Berliner Kongress">Berliner Kongress</a> eingenommen hatte. Siehe Kunze, Kästner: <i>Antikensammlung II</i>, S. 30; Schaller: <i>Pergamonaltar</i>, Sp. 211.</span>
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<li id="cite_note-21"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-21">↑</a></span> <span class="reference-text">Alexander Conze, zitiert nach Kunze, Kästner: <i>Antikensammlung II</i>, S. 30.</span>
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<li id="cite_note-25"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-25">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.berliner-zeitung.de/die-restaurierung-des-pergamonaltars-geht-ihrem-ende-entgegen-5-000-jahre-garantie-li.6951"><i>5000 Jahre Garantie</i>.</a> In: <i><a href="Berliner_Zeitung" title="Berliner Zeitung">Berliner Zeitung</a></i>, 25. Januar 2003. <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.berliner-zeitung.de/pergamonaltar-berlins-groesstes-kunstwerk-ist-nach-zehn-jahren-restaurierung-von-heute-an-wieder-der-oeffentlichkeit-zugaenglich-2-200-jahre-alt-sind-die-tempelreste-und-von-neuer-atemberaubender-schoenheit-bei-zeus-und-athene-welche-koerperpracht-li.6953"><i>Bei Zeus und Athene, welche Körperpracht!</i></a> In: <i><a href="Berliner_Zeitung" title="Berliner Zeitung">Berliner Zeitung</a></i>, 10. Juni 2004.</span>
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<li id="cite_note-26"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-26">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="cite"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.welt.de/print-welt/article508815/Pergamon-Altar-soll-in-neuem-Glanz-erstrahlen.html"><i>Pergamon-Altar soll in neuem Glanz erstrahlen - WELT.</i></a> 16. November 2011,<span class="Abrufdatum"> abgerufen am 1. Oktober 2023</span>.</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3APergamonaltar&rft.title=Pergamon-Altar+soll+in+neuem+Glanz+erstrahlen+-+WELT&rft.description=Pergamon-Altar+soll+in+neuem+Glanz+erstrahlen+-+WELT&rft.identifier=https%3A%2F%2Fwww.welt.de%2Fprint-welt%2Farticle508815%2FPergamon-Altar-soll-in-neuem-Glanz-erstrahlen.html&rft.date=2011-11-16&rft.language=de"> </span></span>
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<li id="cite_note-34"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-34">↑</a></span> <span class="reference-text">nach Radt: <i>Pergamon</i>, S. 173; Kunze, Kästner: <i>Antikensammlung II</i>, S. 47: 120 Meter</span>
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<li id="cite_note-35"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-35">↑</a></span> <span class="reference-text">Zum Aufbau und den Maßen siehe Radt: <i>Pergamon</i>, S. 171–174; Kunze, Kästner: <i>Antikensammlung II</i>, S. 47.</span>
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<li id="cite_note-42"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-42">↑</a></span> <span class="reference-text">Michael Pfanner: <i>Bemerkungen zur Komposition und Interpretation des Großen Frieses von Pergamon.</i> In: <i>Archäologischer Anzeiger.</i> 1979, S. 46–57 und Françoise-Hélène Massa-Pairault: <cite style="font-style:italic">La gigantomachie de Pergame ou l’image du monde</cite> (= <cite style="font-style:italic">Bulletin de correspondance hellénique Suppl. 50</cite>). École Française d’Athènes, Athen 2007, ISBN 2-86958-201-3.<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Pergamonaltar&rft.au=Fran%C3%A7oise-H%C3%A9l%C3%A8ne+Massa-Pairault&rft.btitle=La+gigantomachie+de+Pergame+ou+l%E2%80%99image+du+monde&rft.date=2007&rft.genre=book&rft.isbn=2869582013&rft.place=Athen&rft.pub=%C3%89cole+Fran%C3%A7aise+d%E2%80%99Ath%C3%A8nes&rft.series=Bulletin+de+correspondance+hell%C3%A9nique+Suppl.+50" style="display:none"> </span></span>
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<li id="cite_note-43"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-43">↑</a></span> <span class="reference-text">Max Kunze: <i>Der Pergamonaltar. Seine Geschichte, Entdeckung und Rekonstruktion</i>. von Zabern, Mainz 1995, S. 45–47; ausführliche Darstellungen in: Wolf-Dieter Heilmeyer (Hrsg.): <i>Der Pergamonaltar. Die neue Präsentation nach Restaurierung des Telephosfrieses</i>. Wasmuth, Tübingen 1997.</span>
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<li id="cite_note-44"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-44">↑</a></span> <span class="reference-text">I. Kertész: <cite style="font-style:italic">Der Telephos-Mythos und der Telephos-Fries</cite>. In: <cite style="font-style:italic">Oikumene</cite>. <span style="white-space:nowrap">Band<span style="display:inline-block;width:.2em"> </span>3</span>, 1982, <span style="white-space:nowrap">S.<span style="display:inline-block;width:.2em"> </span>209</span>.<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Abook&rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Pergamonaltar&rft.atitle=Der+Telephos-Mythos+und+der+Telephos-Fries&rft.au=I.+Kert%C3%A9sz&rft.btitle=Oikumene&rft.date=1982&rft.genre=book&rft.pages=209&rft.volume=3" style="display:none"> </span></span>
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<li id="cite_note-:0-45"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-:0_45-0">↑</a></span> <span class="reference-text">Burkhard Emme: <cite style="font-style:italic">Der Pergamonaltar: Narrative Struktur und herrschaftliche Ideologie</cite>. In: <cite style="font-style:italic">Istanbuler Mitteilungen</cite>. <span style="white-space:nowrap">Band<span style="display:inline-block;width:.2em"> </span>74</span>, 14. Juli 2025, <a href="Internationale_Standardnummer_f%C3%BCr_fortlaufende_Sammelwerke" title="Internationale Standardnummer für fortlaufende Sammelwerke">ISSN</a> <span style="white-space:nowrap"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://zdb-katalog.de/list.xhtml?t=iss%3D%222940-8202%22&key=cql">2940-8202</a></span>, <span style="white-space:nowrap">S.<span style="display:inline-block;width:.2em"> </span>178–209</span>, <a href="Digital_Object_Identifier" title="Digital Object Identifier">doi</a>:<span class="uri-handle" style="white-space:nowrap"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://doi.org/10.34780/w56b-br4e">10.34780/w56b-br4e</a></span> (<a rel="nofollow" class="external text" href="https://publications.dainst.org/journals/istmitt/article/view/4583">dainst.org</a> [abgerufen am 29. Dezember 2025]).<span class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Ajournal&rfr_id=info:sid/de.wikipedia.org:Pergamonaltar&rft.atitle=Der+Pergamonaltar%3A+Narrative+Struktur+und+herrschaftliche+Ideologie&rft.au=Burkhard+Emme&rft.date=2025-07-14&rft.doi=10.34780%2Fw56b-br4e&rft.genre=journal&rft.issn=2940-8202&rft.jtitle=Istanbuler+Mitteilungen&rft.pages=178-209&rft.volume=74" style="display:none"> </span></span>
<ol class="mw-subreference-list"><li id="cite_note-46"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-46">↑</a></span> <span class="reference-text">S. 188–196</span>
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</ol></li>
<li id="cite_note-47"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-47">↑</a></span> <span class="reference-text">Zum Statuenbesatz siehe Kunze: <i>Pergamonaltar</i>, S. 21.</span>
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<li id="cite_note-48"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-48">↑</a></span> <span class="reference-text"><i>Die Antikensammlung im Pergamonmuseum und in Charlottenburg</i>. von Zabern, Mainz 1992, S. 35–36.</span>
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<li id="cite_note-49"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-49">↑</a></span> <span class="reference-text">Bernard Andreae: <i>Laokoon oder die Gründung Roms</i></span>
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<li id="cite_note-Kunze36-50"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-Kunze36_50-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Kunze36_50-1">b</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Kunze36_50-2">c</a></sup></span> <span class="reference-text">Max Kunze: <i>Die Antikensammlung im Pergamonmuseum und in Charlottenburg</i>. von Zabern, Mainz 1992, S. 36.</span>
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<li id="cite_note-51"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-51">↑</a></span> <span class="reference-text"><a href="Diether_Thimme" title="Diether Thimme">Diether Thimme</a>: <i>The Masters of the Pergamon Gigantomachy.</i> In: <i><a href="American_Journal_of_Archaeology" title="American Journal of Archaeology">American Journal of Archaeology</a>.</i> Band 50, 1946, S. 348.</span>
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<li id="cite_note-52"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-52">↑</a></span> <span class="reference-text">Max Kunze: <i>Theorretos</i>. In: <a href="Rainer_Vollkommer" title="Rainer Vollkommer">Rainer Vollkommer</a> (Hrsg.): <i><a href="K%C3%BCnstlerlexikon_der_Antike" title="Künstlerlexikon der Antike">Künstlerlexikon der Antike</a>. Über 3800 Künstler aus drei Jahrtausenden.</i> Nikol, Hamburg 2007, ISBN 978-3-937872-53-7, S. 897.</span>
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<li id="cite_note-53"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-53">↑</a></span> <span class="reference-text">Schalles: <i>Pergamonaltar</i>, Sp. 212–214.</span>
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<li id="cite_note-54"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-54">↑</a></span> <span class="reference-text">Schalles: <i>Pergamonaltar</i>, Sp. 211–212.</span>
</li>
<li id="cite_note-55"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-55">↑</a></span> <span class="reference-text">Schalles: <i>Pergamonaltar</i>, Sp. 214.</span>
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<li id="cite_note-56"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-56">↑</a></span> <span class="reference-text">Sabine Schäbitz: <i>Machtsymbole im Schaffen von Wilhelm Kreis.</i> In: <i>Wissenschaftliche Zeitschrift der Hochschule für Architektur und Bauwesen.</i> Bd. 39, 1993, Nr. 1/2, S. 73–79, hier S. 77 und Abb. 10 auf S. 78 <a rel="nofollow" class="external text" href="https://e-pub.uni-weimar.de/opus4/files/1130/Sabine_Schaebitz.pdf">(PDF)</a>.</span>
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<li id="cite_note-57"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-57">↑</a></span> <span class="reference-text">Schalles: <i>Pergamonaltar</i>, Sp. 214–215.</span>
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<li id="cite_note-Weiss9-58"><span class="mw-cite-backlink">↑ <sup><a href="#cite_ref-Weiss9_58-0">a</a></sup> <sup><a href="#cite_ref-Weiss9_58-1">b</a></sup></span> <span class="reference-text">Peter Weiss: <i><a href="Die_%C3%84sthetik_des_Widerstands" title="Die Ästhetik des Widerstands">Die Ästhetik des Widerstands</a></i>. Frankfurt am Main 1982, S. 9.</span>
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<li id="cite_note-59"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-59">↑</a></span> <span class="reference-text">Schalles: <i>Pergamonaltar</i>, Sp. 215.</span>
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<li id="cite_note-60"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-60">↑</a></span> <span class="reference-text"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://left-action.de/aok/html/texte/reader/read09.htm">Erwähnung des Konfliktes bei left-action.de</a> <a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.berliner-zeitung.de/ex-geschaeftsfuehrer-der-olympia-gmbh-vor-dem-untersuchungsausschuss-zeugen-sorgen-fuer-neue-verwirrung-li.6952"><i>Zeugen sorgen für neue Verwirrung</i>.</a> In: <i><a href="Berliner_Zeitung" title="Berliner Zeitung">Berliner Zeitung</a></i>, 19. Mai 1995; Erwähnung des Essens</span>
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<li id="cite_note-61"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-61">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="cite"><a rel="nofollow" class="external text" href="http://www.arts-museum.ru/events/archive/2013/04/pergamon/index.php?lang=en"><i>Exhibitions and Events.</i></a> The Pushkin State Museum of Fine Arts,<span class="Abrufdatum"> abgerufen am 21. Februar 2015</span>.</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3APergamonaltar&rft.title=Exhibitions+and+Events&rft.description=Exhibitions+and+Events&rft.identifier=http%3A%2F%2Fwww.arts-museum.ru%2Fevents%2Farchive%2F2013%2F04%2Fpergamon%2Findex.php%3Flang%3Den&rft.publisher=The+Pushkin+State+Museum+of+Fine+Arts"> </span></span>
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<li id="cite_note-62"><span class="mw-cite-backlink"><a href="#cite_ref-62">↑</a></span> <span class="reference-text"><span class="cite"><a rel="nofollow" class="external text" href="https://www.smb.museum/ausstellungen/detail/cevdet-erek-bergama-stereo/"><i>Cevdet Erek. Bergama Stereo Musikwerke Bildender Künstler.</i></a> 2019,<span class="Abrufdatum"> abgerufen am 2. Januar 2026</span>.</span><span style="display: none;" class="Z3988" title="ctx_ver=Z39.88-2004&rft_val_fmt=info%3Aofi%2Ffmt%3Akev%3Amtx%3Adc&rfr_id=info%3Asid%2Fde.wikipedia.org%3APergamonaltar&rft.title=Cevdet+Erek.+Bergama+Stereo+Musikwerke+Bildender+K%C3%BCnstler&rft.description=Cevdet+Erek.+Bergama+Stereo+Musikwerke+Bildender+K%C3%BCnstler&rft.identifier=https%3A%2F%2Fwww.smb.museum%2Fausstellungen%2Fdetail%2Fcevdet-erek-bergama-stereo%2F&rft.date=2019"> </span></span>
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<p><span class="geo noexcerpt" style="display:none"><span class="body"></span><span class="latitude">39.130944444444</span><span class="longitude">27.183888888889</span><span class="elevation"></span></span><span id="coordinates" class="coordinates -print"><span title="Koordinatensystem WGS84">Koordinaten: </span><a class="external text" href="geo:39.130944444444,27.183888888889"><span title="Breitengrad">39° 7′ 51,4″ <abbr title="Nord">N</abbr></span>, <span title="Längengrad">27° 11′ 2″ <abbr title="Ost">O</abbr></span></a></span>
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